Weil die Welt noch in Ordnung ist: Winterurlaub in der Wildschönau
Die Wildschönau ist ein romantisches Hochtal inmitten der Kitzbühler Alpen – ohne Durchgangsverkehr, ohne Industrie, dafür mit 260 bewirtschafteten Bauernhöfen, urigen Almen und jeder Menge Tradition. Die 4160 Einwohner der vier Kirchdörfer Niederau, Oberau, Auffach und Thierbach leben von der Landwirtschaft und vom Tourismus. Während die Wildschönau im Sommer als ausgezeichnetes Wandergebiet gilt, verwandelt sie sich im Winter in ein Schneeparadies, in dem sich Genießer ebenso wohl fühlen wie Familien und sportlich ambitionierte Gäste. Unvergesslich für Romantiker ist ein Ausflug ins Bilderbuchdorf Thierbach mit seiner Kirche, seiner Schule, die übrigens zu den kleinsten Schulen Österreichs zählt, den zwei Gasthöfen und den Bauernhöfen rundum. Besonderer Tipp: Die Wildschönau firmiert als Fair-Preis-Region. Sieben Übernachtungen mit Frühstück inklusive 6-Tages-Skipass sowie Wildschönau GästeErlebnis Card gibt’s schon ab 312 Euro pro Person im Doppelzimmer. www.wildschoenau.com
Einfach TOP: Pisten-Spaß für alle
70 Pistenkilometer, urige Hütten, kein Trubel: Die Wildschönau, in der anno 1947 der erste Skilift Tirols gebaut wurde, ist ein echter Geheimtipp für alle, die es authentisch und überschaubar mögen.
Auch die Auszeichnungen können sich sehen lassen: Beim Skiareatest wurde das Ski-Dorado als TOP Skigebiet prämiert, erhielt zusätzlich das internationale Pistengütesiegel in Gold und wurde Testsieger in den Kategorien „Bestes Familienskigebiet“ sowie „Freundlichstes Bahnpersonal“. Darüber hinaus erhielt es weitere Auszeichnungen über skiresort.de.
Ob Ski-Zwerg, Fortgeschrittener oder absoluter Wedel-Crack - hier findet jeder seine Lieblingspiste. Während der Nachwuchs die ersten Schwünge unten im Tal lernt und dabei entspannt von der Sonnenterrasse aus beobachtet werden kann, findet man rund um den 1903 Meter hohen Schatzberg in Auffach und das 1500 Meter hohe Markbachjoch in Niederau zahlreiche Pisten mit Suchtfaktor. Wie wär’s zum Beispiel mal mit der drei Kilometer langen Gipfel-Hochbergabfahrt am Markbachjoch, die der Skiresort Service International als „Best Black Run“ kürte? Und wer nach Einbruch der Dunkelheit noch nicht genug hat, kann am Roggenboden nach dem Abendessen bei Flutlicht fahren, bis die Lichter ausgehen.
Übrigens: Ein besonderes Angebot gibt es für Ski-Wiedereinsteiger, also für all diejenigen, die eigentlich Skifahren können, aber lange keine Zeit dafür fanden oder pausieren mussten. In den neu entwickelten Wiedereinsteigerkursen der örtlichen Skischulen findet man schnell zur gewohnten Sicherheit zurück und lernt zusätzlich neue Tricks und Techniken. Die Bedingungen hierfür sind ideal, denn im Skigebiet gibt es viele breite und flache Hänge zum Üben und keine überfüllten Pisten. Erwachsene zahlen für einen 5-Tages-Skikurs mit täglich vier Stunden Unterricht 135 Euro.
Alles drin: Wildschönau GästeErlebnis Card
Mit der Wildschönau GästeErlebnis Card genießen Gäste vom ersten Tag ihres Urlaubs an viele angenehme Vorteile. Die Karte gibt’s direkt am ersten Urlaubstag bei der Anmeldung. Die neue Urlaubskarte gewährt viele Vergünstigungen bei Freizeitaktivitäten und ein Bündel an Inklusivleistungen. So sind im Winter sowohl die Fahrten mit dem Skibus (zwischen Niederau und Auffach), als auch die des Nightliner-Nachtbus (Donnerstag bis Sonntag) umsonst. Wer am Winterwanderprogramm oder einer Schneeschuhtour teilnehmen möchte, kann ohne den Geldbeutel zu zücken durch die weißen Weiten stapfen. Und auch in kultureller Hinsicht öffnet die Wildschönau GästeErlebnis Card den Urlaubern so manches Wildschönauer Museums Tor.
Paradiesische Verhältnisse für Snowboarder und Freestyler
Die Race’n’Boarder Arena in Niederau ist legendär: Hier messen sich Profis mit sportlichen Amateuren, locken Fun Slopes und Geschwindigkeitsmesstrecke. International erfahrene Trainer stehen beratend zur Seite und geben auf Wunsch Tipps zur Verbesserung von Technik, Stil und Zeit. Im Funpark am Schatzberg dagegen sind die Snowboarder unter sich. Vielen durchschnittlichen Wintersportlern stockt allein beim Zuschauen der Atem – besonders, wenn die Cracks in der 90 Meter langen Halfpipe an ihre Grenzen gehen.
Durch weiße Weiten stapfen: Auf Winterwanderwegen oder einfach querfeldein
Endlose Weiten, am Horizont nur weiße Berggipfel und es ist vor allem eins – mucksmäuschenstill. Bis auf das stetige Knirschen des Schnees unter den eigenen Füßen gibt es keine Anzeichen von Zivilisation. Wer die Einsamkeit der Bergwelt per pedes erleben möchte, kann in der Wildschönau stundenlang durch unberührtes Gelände stapfen. Besonders schön ist die Schneeschuh-Route um den Thierbacher Kogel, auf der man herrliche Ausblicke auf die Kitzbüheler Alpen und bis hinunter ins Inntal genießt. Wer mag, leiht sich im Ort Schneeschuhe aus und schnallt sich die Riesen-Sohlen unter die Stiefel. Aber auch ohne die Tennisschläger-großen Untersätze lädt das romantische Hochtal zu ausgedehnten Winterstreifzügen ein. 40 Kilometer geräumte Wanderwege führen zu den schönsten Fleckchen der Wildschönau.
Übrigens: Mit der Wildschönau GästeErlebnis Card sind die wöchentlich geführten Schneeschuh- und Winterwanderungen gratis.
Frische Spuren im Schnee: Wo Tourengeher Neuland erkunden
Sie war schon mit Peter Habeler unterwegs, ist dem Ruf der Berge in die ganze Welt gefolgt und kennt die Wildschönau wie ihre Westentasche: Kethi Naschberger, die Wirtin der Thalmühle in Mühltal, um die herum sich im Winter die Szene der Tourengeher schart. Feldalphorn oder Schwaigberghorn, was bietet sich angesichts der aktuellen Wettervorhersage für morgen an? Spätestens, wenn man einmal mitbekommen hat, wie die Cracks nach ihren Touren in der urigen Thalmühle fachsimpeln und Erfahrungen austauschen, erscheinen Pistenabenteuer plötzlich irgendwie blass. Wer das Tourengehen einmal ausprobieren möchte, nimmt sich am besten einen geschulten Guide, der das Gelände kennt und wertvolle Tipps für die richtige Technik bereithält. Die Wildschönauer Skischulen bieten Skitouren ab 150 Euro pro Person an. Und wer eine individuelle Tour gehen möchte, findet zum Beispiel beim jungen Team des Alpincenters Wildschönau kompetente Begleitung.
Auf Langlaufski zum Käse-König: Besuch auf der Schönangeralm
50 gepflegte und zumeist einsame Loipenkilometer ziehen sich durch die Wildschönau und bieten Gästen Abwechslung zum Pistenabenteuer. Besonderer Tipp: Die fünf Kilometer lange Höhenloipe zur abgeschiedenen Schönangeralm. Hier, wo Käse-König Johann Schönauer im Sommer aus 2000 Liter Milch täglich Butter und preisgekrönten Käse herstellt, mit dem er bei der Käseolympiade in Galtür schon einige Goldmedaillen gewonnen hat, geht’s im Winter nicht ganz so geschäftig zu. Die Schaukäserei ist geschlossen, im Gasthof allerdings können die Langläufer und Winterwanderer einkehren und neben leckerem Käse das Angebot der typischen Tiroler Küche genießen.
Bei Sonne, Mond und Flutlicht: Wo Rodeln wieder in ist
Wer echte Rodelabenteuer sucht und das nicht nur tagsüber, wird in der Wildschönau fündig. Wie wär’s zum Beispiel mal mit Mondscheinrodeln? Am späten Nachmittag geht es mit der Gondelbahn hoch auf den Schatzberg; fünf Kilometer lang schlängelt sich die Strecke dann hinunter nach Thierbach, wo die Bummelbahn wartet, die wieder zurück zur Talstation der Schatzbergbahn in Auffach fährt. Wer lieber im Tal bleibt, kann mittwochs und donnerstags bei Flutlicht entspannt am Roggenboden rauf und runter rodeln. Ein spezielles Hakensystem am Lift macht’s möglich – einfach auf dem Schlitten sitzen bleiben und sich hochziehen lassen. Ein besonderer Spaß auch für Kinder, denn die Schlitten laufen auf Skiern und haben von daher eine hervorragende Pistenlage. Besonders gemütlich ist auch der Rodelabend, der ein Mal pro Woche stattfindet. Mit dem Bummelzug geht’s erst zur Mittelstation der Schatzbergbahn. Nach einer kurzen „Glühwein-Einkehr“ sausen die Gäste mit heißen Kufen ins Tal zurück nach Auffach.
Mitten drin und vorn dabei: Hütten-Urlaub im Skigebiet
Aufstehen, anziehen, rein in die Skistiefel und direkt vor der Haustür als erster über die Piste carven – wer sich im Winterurlaub in einer der gemütlichen Hütten im Wildschöner Skigebiet einquartiert hat, erlebt nicht nur Pisten-Feeling de luxe, sondern auch romantische Stunden. Ob mit Freunden, dem Partner oder der ganzen Familie, für jeden Hütten-Urlauber findet sich das passende Domizil. Von urig-rustikal bis komfortabel-de luxe reicht die Ausstattung, die neben einem lauschigen Plätzchen am Kachelofen in einigen Fällen sogar einen Wellness-Bereich vorweisen kann. Romantisch wird’s, wenn die letzten Wintersportler ins Tal gewedelt sind und sich die Sonne bis zum nächsten Tag verabschiedet. Zu viel Romantik? Wer doch noch lieber - im übertragenen Sinne - auf die Piste gehen möchte, stattet dem Berggasthof „Gipfö Hit“ einen Besuch ab, in dem sich bis zu später Stunde die Tourengeher treffen.
Frieden und Idylle: Durch die Wildschönau mit Franz von Assisi
In der Wildschönau begegnet man nicht nur der Liebe, sondern auch dem Feuer, Mutter Erde und sogar dem Universum: Insgesamt sind es neun bronzene Figuren, die den drei Kilometer langen Besinnungsweg von Niederau nach Oberau säumen und hier den berühmten Sonnengesang von Franz von Assisi zum Erklingen bringen. Jede Skulptur steht für eine der neun Strophen – ein Lob an die Schöpfung inmitten der idyllischen Bergwelt. Die imposanten Kunstwerke stammen von Hubert Flörl, einem akademischen Bildhauer, der in der Wildschönau zuhause ist und seiner Heimatverbundenheit auf besondere Weise Ausdruck verliehen hat. Wer es romantisch-besinnlich mag, sollte einmal abends über den Franziskusweg wandeln, wenn die Strecke sanft beleuchtet ist und die Kunst in der Natur eine eigene Mystik entfaltet. Natur pur dagegen und zwischendurch immer wieder urige Einkehrmöglichkeiten können Gäste auf 40 Kilometern geräumter Wanderwege genießen, die zu den schönsten Fleckchen der Wildschönau führen.
Adventszauber in der Wildschöner Bergwelt
Advent, Advent…während in den großen Städten der Weihnachtstrubel auf Hochtouren läuft und der Kaufmarathon einfach kein Ende nehmen möchte, lädt die Wildschönau zum besinnlichen 6. Tiroler Bergadvent ein. Am 26. und 27. November sowie am 3. und 4. Dezember stimmen sich Gäste und Einheimische im Bergbauernmuseum z’Bach mit einer Krippenausstellung, Bauern- und Handwerksmarkt und Tiroler Adventsmusik auf die stille Zeit ein. Kinder aus dem Hochtal führen die Weihnachtsgeschichte auf und naschen anschließend an den Essensständen an Wildschönauer Köstlichkeiten.
Eine Besonderheit der Region sind die „Anklöpfler“. Sie ziehen meist als Hirten verkleidet von Haus zu Haus, klopfen an Türen und Fenster und verkünden mit Wort und Gesang die Geburt Jesu. Nach einer milden Gabe - die im Zweifel auch ein Krautinger-Schnaps sein kann - ziehen sie weiter durch den Ort.
Wer die Weihnachtszeit in der Bergwelt verbringen möchte, zahlt für eine Übernachtung im Drei-Sterne-Hotel inklusive Halbpension ab 45 Euro. Eine Ferienwohnung für vier Personen ist ab 50 Euro pro Tag erhältlich während eine Übernachtung in einer gemütlichen Frühstückspension ab 23 Euro je Person kostet. Und für wen Weihnachten ohne Baum keine Weihnachten wäre, kann sich zu seinem Aufenthalt auch einen Christbaum dazu bestellen.
Süß oder deftig? Gaumenfreuden aus der Wildschönau
Die Tiroler Küche hat in der Wildschönau Tradition. Hauptsächlich heimische Produkte, wandern hierfür in Töpfe und Pfannen. Wer einmal von den süßen Krapfen und Nudeln probiert hat, möchte vor allem eines – mehr. Freunde der deftigen Kost geraten bei der original Wildschönauer Breznsuppn, Pressknödel und Kasspatzln ins Schwärmen. Die Gaumenfreuden stammen ursprünglich von den umliegenden Bauernhöfen, die für die Produktion bzw. Ernte der Köstlichkeiten sorgen. Wer nicht genug bekommen kann und die Tiroler Schmankerl auch zuhause genießen möchte, schaut am besten im Bauernladl in Oberau (www.bauernladl.at) vorbei. Hier gibt’s sämtliche Käsespezialitäten, Hochprozentiges, Speck, Honig und Eingemachtes zum Mitnehmen – für die Lieben in der Heimat oder einfach für sich selbst.
Krautinger oder die einzigartige Karriere einer Stoppelrübe
Die Wildschönau ist die Heimat des Krautingers, eines Rübenschnapses, der nur hier gebrannt werden darf. Kaiserin Maria Theresia war es, die Mitte des 18. Jahrhunderts 51 Bauern das Brennrecht verlieh. Heute sind es noch 16 Wildschönauer Bauern, die aus der weißen Stoppelrübe Hochprozentiges herstellen und das Tal mit dem legendären Rübentrunk versorgen, der als Allheilmittel gilt und besonders bei Magenschmerzen helfen soll. Aber auch ganz ohne Alkohol ist die Krautingerrübe längst zum Star geworden: Bei der Krautingerwoche im Herbst kommt sie in den unterschiedlichsten Variationen auf den Tisch. Sie ist es übrigens auch, die die Wildschönau zur Tiroler Genussregion avancieren ließ.
Übrigens: An der Karriere der Stoppelrübe nicht ganz unbeteiligt ist Hans Haas, der beim Restaurant Kellerwirt in der Wildschönau das Kochen lernte und es jüngst mit dem Tantris in München in die Liste der 50 besten Restaurants der Welt geschafft hat.
Kirsch und Holunder: Prämierte Edelbrände von der Alm
Wer in einem Wildschönauer Restaurant auf den Geschmack gekommen ist und sich gern die eine oder andere Flasche der prämierten Edelbrände von Siegfried Kistl mit nach Hause nehmen möchte, muss sich schon nach oben begeben: Denn der Schnapsbrenner darf nur für den Ausschank im Tal oder eben direkt von seinem Zwecklhof verkaufen. Und der liegt ca. vier Kilometer von Oberau entfernt auf gut 1200 Metern in der Abgeschiedenheit. Vom Schnaps allein könnte Siegfried Kistl zwar nicht leben – er darf nur 300 Liter reinen Alkohol im Jahr herstellen, so wie’s im alten Brennrecht festgeschrieben ist, das Kaiserin Maria Theresia einst seinen Vorfahren verlieh. Aber der Schnaps ist für den 44-jährigen und seine Familie ein sicheres zweites Standbein neben der Mutterkuhhaltung. Und macht dem Bauern sichtlich Spaß. In den letzten Jahren hat er eigens die alte Wirtschaftshütte des Hofes aus dem Jahr 1625 restauriert und einen absolut urigen Platz zum (Schau-)Brennen und Verkosten seiner Edelbrände und Liköre geschaffen. Termine nach Vereinbarung.
Was Ferraris und Maseratis auf der Alm zu suchen haben
Nein, so reich sind die Wildschönauer Bauern nun auch nicht. Die Ferraris, Maseratis, Jaguars und Co., die man im idyllischen Dörfchen Thierbach sieht, sind gewissermaßen zur Kur da. Viele von ihnen fliegen eigens aus arabischen Ländern ein, etliche kommen auch aus den USA, Russland und England zu Conrad Gruber. Der Thierbacher, der eher Künstler als Automechaniker ist, legt sanft Hand an, um Luxusschlitten auf Vordermann zu bringen. Mal soll die Motorleistung hochgeschraubt werden, mal geht’s um ein wenig mehr Bremskraft hier und einen stärkeren Scheinwerfer da – aber alles absolut unauffällig bitte. Denn nichts darf anschließend darauf hindeuten, dass innere Werte aufpoliert wurden. Gruber, der weltweit inzwischen Guru-Status genießt, würde niemals aus Thierbach wegziehen. Gerade hat er am Hof seiner Eltern angebaut – und wird auch weiterhin dafür sorgen, dass man im höchstgelegenen Ort der Kitzbüheler Alpen flotten Flitzern auf der Alm begegnet.
Der Hörbig-Hof: Eine Jause im Stammhaus der Schauspieler-Dynastie
Ob Landschaft wohl kreativ macht? Fast könnte man es meinen, wenn man bei einer deftigen Jause auf dem Hörbig-Hof am Rande des idyllischen Örtchens Thierbach sitzt und den Blick in die unberührte Natur schweifen lässt. Auf jeden Fall hat sich der Urahn der Hörbiger-Dynastie fürs Stammhaus der Familie einen der schönsten Plätze der Wildschönau ausgesucht. Der berühmteste Spross der Familie ist Christiane Hörbiger, die zu den bekanntesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum zählt („Die Guldenburgs“, „Julia“, „Schtonk“, „Die Gottesanbeterin“). Aber auch Christiane Hörbigers Sohn, ihre Schwestern, ihre Eltern und Onkel gehören zur größten Schauspieler-Dynastie Österreichs. Uropa Alois dagegen hat der Nachwelt 80 klangvolle Orgeln hinterlassen, Opa Hanns das patentierte Hörbiger-Ventil erfunden und als privater Mondforscher die Familie auf dem Mond verewigt: Als Auszeichnung für seine Leistungen bekam ein Krater offiziell den Namen „Hörbiger“.
Auf Zeitreise mit den Wildschönauer Bergbauern
Zwischen den beiden Kirchdörfern Niederau und Oberau lädt das Bergbauernmuseum z’Bach (www.bergbauernmuseum.at) zur Zeitreise ein. Der Hof aus dem Jahr 1795 war noch bis 1995 bewirtschaftet und eröffnet mit 1200 Exponaten und jeder Menge Liebe zum Detail Einblicke ins Leben der Wildschönauer Bergbauern gestern und heute. Die Ausstellungsstücke – von der hölzernen Form zum Butterwaschen, über die großen Pfannen zur Zubereitung des Familienessens und die „Kämme“ zum Beerenpflücken bis hin zu den Werkzeugen zur Holzbearbeitung – wurden aus dem gesamten Tal zusammengetragen. Auch in der Außenanlage gibt es viel sehen: In der Nähe einer alten Mühle entdeckt man einen Brotbackofen und wer die Spuren im Schnee verfolgt, gelangt zur kleinen Hofkapelle aus dem Jahr 1795. Der Eintritt ins Bergbauernmuseum kostet 3,70 Euro, für Inhaber der Wildschönau GästeErlebnis Card ist der Eintritt frei.
Überraschende Entdeckungen im 1. Tiroler Holzmuseum
Er ist Holzschnitzer und Bildhauer und vor allem leidenschaftlicher Sammler: Hubert Salcher, der in seinem Geburtshaus in Auffach das 1. Holzmuseum Tirols (www.holzmuseum.com) eröffnet hat und bereits mit einigen Museumspreisen ausgezeichnet wurde. Auf gut 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche – in kleinen Räumen, in denen das Harz duftet und die Dielen knarren – präsentiert er vom Holznagel bis zum Holzwurm, von der ältesten Volksliederharfe Tirols bis zu einer der ältesten Weihnachtskrippen rund 2000 Exponate und zeichnet die Geschichte der Holzschnitzerei bis ins 17. Jahrhundert nach. Unterm gleichen Dach ist Salchers Werkstatt untergebracht, in der sich der Künstler mit Sinn fürs Kuriose gern über die Schultern schauen lässt. Im Sommer können sich die Gäste auch wieder auf den Holzweg schicken lassen und auf 14 Stationen mit allen Sinnen in die „Holzzeit“ eintauchen. Der Eintritt ins Museum kostet 4,50 Euro, für Inhaber der Wildschönau GästeErlebnis Card ist der Eintritt frei.
Ostern in der Wildschönau: Gratis-Skispaß für Kids bis 15 Jahre
Wie wär’s mal mit Ostereiersuchen im Schnee? Die Wildschönau legt Familien im Spätwinter eine ganz besondere Überraschung ins Nest. Vom 24. März bis 9. April 2012 fahren Jugendliche bis 15 Jahre in der Wildschönau gratis Ski, während die Eltern in den Genuss der günstigen Nebensaisonpreise kommen und für den 5-Tages-Liftpass dann nur noch 150,60Euro zahlen. Wer sich in einer Ferienwohnung einquartiert, kommt ab 609,00 Euro für eine Woche Winterurlaub mit der ganzen Familie hin.
Der Spätwinter in der Wildschönau hat seinen besonderen Reiz. Ideale Schneebedingungen, wenige
Wintersportler auf den Pisten und das Anstehen am Lift tendiert gegen Null. Oben angekommen locken nicht nur bestens präparierte Pisten, sondern auch urigen Hütten vor der noch jeder einen gemütlichen Liegestuhl in der Sonne gefunden hat. Und während man so über die Zillertaler und die Kitzbüheler Alpen blickt, beschleicht einen das Gefühl soeben den perfekten Tag zu erleben.
Von Krone zu Krone: Klettern im Natur-Hochseilgarten
Er ist der einzige Natur-Hochseilgarten Österreichs, in dem kein einziger Baum gefällt wurde. Und zugleich der höchstgelegene, denn die Kletterparcours führen in 17 bis 23 Meter Höhe von Krone zu Krone. „Kein einziger Ast wurde abgeschnitten“, so Markus Pineider, der den Natur-Hochseilgarten „Zauberwinkel“ (www.hochseilgarten-wildschoenau.at) entwickelt hat. Insgesamt stehen 29 Stationen in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur Auswahl. Höchster Punkt ist die Aussichtsbank in 37 Metern. Von hier aus sieht man hinunter ins Inntal und bis hinauf zum Wilden Kaiser – und zwischendurch das eine oder andere Eichhörnchen, das von Ast zu Ast hüpft. Schon Kinder ab 1,40 Meter Körpergröße können im „Zauberwinkel“ das Tarzan-Feeling erleben. Die geführten Touren im ganzjährig geöffneten Hochseilgarten dauern ca. 2,5 Stunden und kosten 30 Euro (für Kinder bis 15 Jahre) bzw. 40 Euro.
Erlebnisse aus der Vogelperspektive
Runter sind sie bisher immer gekommen. Ob vom 6267 Meter hohen Chimborazo in Ecuador oder dem Kilimandscharo, der in Tansania fast 6000 Meter in den Himmel ragt. Natürlich nicht zu Fuß, sondern mit dem Gleitschirm. Der Berufsstand verpflichtet. Die Fluglehrer der Flugschule Wildschönau-Tirol (www.paragliding.at) rund um die Schulleiter Kurt Told und Helmut Walder bieten neben Tandemflügen, Kursen für Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene auch Gleitschirmreisen sowie Flugsafaris an. Wer bis zu seinem persönlichen Höhenflug nicht bis zum nächsten Sommer warten möchte, nimmt einfach an den neuen Winterkursen teil und genießt dann die tief-verschneite Wildschönau aus der Vogelperspektive.
Der Winter-Anfängerkurs kostet für 4 Tage Unterricht 498 Euro (Übernachtung kann hinzugebucht werden). Ein Tandemflug vom Wildschönauer Markbachjoch gibt’s ab 90 Euro (plus 8 Euro für die Liftkarte).
Facts in Kürze
Wildschönau
Die Wildschönau ist ein Hochtal, das sich auf 24 km Länge und in einer Höhenlage von 800 bis 1200 m zwischen den Kitzbüheler und den Zillertaler Alpen erstreckt. In den vier Kirchdörfern Niederau, Oberau, Thierbach und Auffach leben insgesamt 4160 Einwohner.
Entfernungen
75 km vom Flughafen Innsbruck, 115 km vom Flughafen München, 130 km vom Flughafen Salzburg
Hotellerie und Gastronomie
7500 Gästebetten; 6 Hotels im 4-Sterne-Bereich, viele weitere ausgezeichnete Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Privatzimmer und Ferienwohnungen; 45 Restaurants und Gasthöfe, 15 Berggasthöfe und Jausenstationen+
Alpin
25 Liftanlagen erschließen 70 Pistenkilometer in einer Höhe von 828 bis 1903 m; Race’n’Boarder Arena mit Renn- und Trainings-Area, Speed Track, Boarder- und Carver Area, Incentives; Snowboard Park am Schatzberg/Auffach (Freeriding, Jumps, Rails, Corners & 90 m Halfpipe)
Langlauf
50 km Loipen, besonderer Tipp: die 5 km lange Höhenloipe zur Schönangeralm
Geräumte Winterwanderwege
40 km, besonderer Tipp: der 3 km lange Franziskusweg, auf dem imposante Bronzefiguren den Sonnengesang des Heiligen symbolisieren
Weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten
Tourengehen, Nordic Walking, Schneeschuhwandern, Fackelwanderungen, Winterreiten, Pferdeschlittenfahrten, Rodeln bei Tag und Nacht, Hochseilgarten, Paragliding, Bummelzug / Bummelbahn etc.