Wie im Bilderbuch: Echter Urlaub im Tölzer Land

Bilderbuchlandschaft Tölzer Land.

Märchenkönig Ludwig II., der sich am Herzogstand hoch über dem Walchensee eine Jagdhütte errichten ließ, war ebenso begeistert wie der berühmte Maler Franz Marc, der seine Motive rund um den Kochelsee fand oder der Schriftsteller Thomas Mann, der viele Sommer in Bad Tölz verbrachte und von „der reinen Luft der Gegend“ schwärmte. Heute ist die Bilderbuchidylle des Tölzer Landes, das sich vom Starnberger See bis zur Tiroler Grenze erstreckt, in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen präsent. Kein Wunder, denn die unverwechselbare Voralpenlandschaft mit ihren Aussichtsbergen, den glasklaren Seen, verwunschenen Mooren und romantischen Orten bilden die ideale Kulisse. Hauptdarstellerin ist die intakte Natur, die Urlauber beim Wandern, Radeln, Klettern und Schwimmen oder zur Abwechslung auch einmal bei einer Floßfahrt auf der Isar genießen können. Bei zahlreichen Veranstaltungen erleben Gäste im wohl bayerischsten Fleckchen auf weißblauem Boden Tradition und Brauchtum hautnah. Die tief verwurzelte Religiosität der Region wird bei den prächtigen Fronleichnamsprozessionen ebenso spürbar wie bei den Leonhardifahrten im November, die dem Schutzpatron der Bauern und des Viehs huldigen. Einen Trend setzte das Tölzer Land schon vor etlichen Jahren als Kräuter-Erlebnis-Region: Zahlreiche Angebote laden ein, die Schätze der Natur zu erforschen und sie mit allen Sinnen zu genießen.

Wasser in allen Facetten: Vom Starnberger See zum Sylvensteinsee

Urlaub am Wasser im Tölzer Land.

Am Ostufer des Starnberger Sees liegt Münsing, das viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt hat. Hier werfen etliche Fischer noch wie vor Jahrhunderten ihre Netze aus, während Prominente den idealen Rückzugsort gefunden haben und Einheimische gemeinsam mit Gästen die Idylle am Strand und in den Biergärten genießen. Wer seinen Streifzug durchs Tölzer Land in Münsing beginnt, kann über den Kochelsee, den Franz Marc in seinen Bildern verewigte, und den Walchensee am Fuße des Herzogstands bis zum sagenumwobenen Sylvensteinsee nahe Lenggries Wasserlandschaften in allen Facetten genießen. Wie wär’s mit Segeln, Surfen oder Tauchen – oder einfach mal einem entspannten Badetag mit Picknick am Strand? Neben den vier großen, blauen Juwelen, mit denen das Tölzer Land gesprenkelt ist, versprechen auch Isar und Loisach Abkühlung an heißen Tagen. Wer mag, startet zur Flussreise im Kajak, auf dem Floß oder im Rafting-Boot.

Zurück zur Natur: Unterwegs in der Kräuter-Erlebnis-Region Tölzer Land

Unterwegs in der Kräuter-Erlebnis-Region.

„Damit deine Haut reiner, zart und schön wird, nimm Pfingstrosen (Paeonia officinalis), siede sie mit Öl und wasche dich damit.“ So steht es im Benediktbeurer Rezeptar, das aus dem Jahr 1250 stammt und zu den ältesten medizinischen Schriften Bayerns gehört. Im weitläufigen Kräuter-Erlebnis-Park Bad Heilbrunn, der zum 2010 neu eröffneten Gesundheitszentrum Park-Villa gehört, gibt es neben der Kräutermanufaktur auch einen eigenen Bereich, in dem Gäste den mittelalterlichen Verwendungszweck eines jeden erwähnten Pflänzchens nachvollziehen können, während das Kloster Benediktbeuern mit Kräutergarten, Meditationsgarten, Barfußpfad und vielem mehr aufwartet. Längst ist das gesamte Tölzer Land zur Kräuter-Erlebnis-Region avanciert. An kaum einem anderen Ort können sich Urlauber besser mit den Geheimnissen der Natur vertraut machen: Kräuterpädagoginnen laden zu Wanderungen und Kochkursen, zum Herstellen von Kosmetik und Seife, während die „Tafernwirt vom Tölzer Land“ mit leckeren Kräutergerichten verwöhnen und zahlreiche Direktvermarkter zum Erlebniseinkauf auf dem Bauernhof einladen. Wer mag, quartiert sich gleich in einer der zahlreichen „Kräuter-Unterkünfte“ mit Wohlfühlgarantie ein. Vom Kräuter-Kraft-Kreis in Wolfratshausen bis zum Kräuterschaugarten auf der Stie-Alm hoch oben auf dem Lenggrieser Hausberg Brauneck dreht sich im Tölzer Land alles rund um die Kraft der Pflanzen. In Bad Heilbrunn übrigens werden seit 2006 Kräuterpädagoginnen aus ganz Bayern ausgebildet. Veranstaltungs-Highlights im Kräuterjahr sind die Ramstage in Bad Heilbrunn, die Tölzer Rosentage und der Natursommer im Loisachtal. Wer mag, kann sogar einen Kurs im Kräuterbuschenbinden belegen. Traditionell werden die gebunden Kräuter an Maria Himmelfahrt geweiht, dann getrocknet und dem Vieh an Heiligabend übers Futter gestreut.

Raus aus dem Alltag: Wo Ferien auf dem Bauernhof zum Erlebnis werden

Urlaub auf dem Bauernhof.

Zurück zu den Wurzeln. Kein gekünsteltes Animationsprogramm, dafür inmitten intakter Natur die Seele baumeln lassen und bei Bedarf selbst Hand anlegen: Besonders bei Familien steht Urlaub auf dem Bauernhof hoch im Kurs. Mal Kühe melken, Hühner füttern oder bei der Ernte helfen? Im Tölzer Land haben sich viele Höfe zudem längst spezialisiert: Hier geben Kräuterpädagoginnen ihre Geheimnisse preis und Vitalbäuerinnen bringen müde Städter auf die Beine. Selbst erzeugte Pflegeöle, Kräuter-, Blüten- und Molkebäder, Heu- und Dinkelkissen steigern das Wohlbefinden in einer Umgebung, in der Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen. Selbstverständlich werden die Höfe natürlich bewirtschaftet und was auf den Tisch kommt, ist entweder selbst gemacht oder stammt aus der Region. Der Semmelservice am Morgen gehört schon fast zum Standard. Auf dem Ortererhof in der Jachenau etwa ist sogar der Kühlschrank schon gefüllt, wenn man anreist. Wasserratten entscheiden sich gern für den Jörgl- oder den Seppenbauernhof, die beide direkt am Walchensee liegen.

Wohin wandern? Die persönliche Empfehlung des Biomonitors

Wandern im Heilklimapark.

37 Wanderwege mit mehr als 300 Kilometern Länge – und vier Biomonitore, die bei der Auswahl helfen: Sie stehen in Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Kochel am See und Wackersberg am Fuße des Blombergs und sind die persönlichen Berater im „Heilklimapark Tölzer Land“. Auf Basis örtlicher Klimadaten, Informationen zu Wetterlage, Ozon-Werte, Sonneneinstrahlung und Wind erstellen sie aktuelle Routenempfehlungen. Unter Berücksichtigung der eigenen Leistungsfähigkeit können sich Wanderer je nach Tageszeit und Wetterlage so ihre perfekte Klima-Tour zusammenstellen. Wer seine Wanderung nicht am Standort eines der vier Biomonitore beginnt, findet auch an den anderen Zugängen zum „Heilklimapark Tölzer Land“ sowie entlang der Strecken wichtige Informationen zu Sonneneinstrahlung, Windverhältnissen, Länge und Steigung – alle Wanderwege wurden vom Deutschen Wetterdienst nach leistungsphysiologischen und bioklimatischen Gesichtspunkten bewertet. Weitere Infos: www.heilklimapark.eu

Action und Spaß: Wo sich die ganze Familie „Outdoor“ vergnügt

Actionreiche Erlebnisse.

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft: Im Tölzer Land kommen Outdoor-Aktivisten voll auf Ihre Kosten. Neben herrlichen Wander- und Radsportrouten ist auch für den puren Nervenkitzel gesorgt. Die Palette reicht vom Sommerrodeln auf Jaudenhang und Blomberg über Rafting und Sit-on-Top-Kajakfahren entlang der Isar bis zum Klettern im Hochseilgarten Isarwinkel und Gleitschirmfliegen am Lenggrieser Hausberg Brauneck. Spaß ist garantiert, wenn man sich in die Hände der Outdoor-Profis begibt und auf abenteuerlichen Streifzügen durchs Tölzer Land den eigenen Schatten überspringt. Almschule, Falknerei und die perfekte gastronomische Anbindung aller Aktivitäten runden das Angebot der Freizeitarena ab und machen sie zum beliebten Ausflugsziel, bei dem auch die Augen der größeren Kinder leuchten.

Kloster Benediktbeuern: Mehr als ein bedeutender Wallfahrtsort

Kloster Benediktbeuern im Tölzer Land.

1803 wurden sie zufällig in der Bibliothek gefunden – die Carmina Burana, die heute rund um den Globus erklingen. Dadurch wurde Kloster Benediktbeuern noch bekannter. Den Grundstein für seine Stellung als drittwichtigster Benedikt-Wallfahrtsort weltweit (nach Montecassino und St.-Benoit-sur-Loire) legte einst Karl der Große, als er den Mönchen die Armreliquie des Heiligen schenkte. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Benediktiner im Zuge der Säkularisation auszogen und seit 1930 die Salesianer Don Boscos die Klosteranlage betreiben. Sie entwickelten den Ort zu einem Zentrum religiöser Bildung, Wissenschaft und Erziehung. Heute bieten sie unter anderem über das auf dem weitläufigen Gelände untergebrachte Zentrum für Umwelt und Kultur Heilkräuterführungen an, laden zur Entdeckung von Meditationsgarten und Erlebnisbiotopen ein und lassen Besucher einen Blick in die Fraunhofer’sche Glashütte werfen, in der zwischenzeitlich optische Geräte von Weltruf produziert wurden. Hauptziel für Pilger ist selbstverständlich weiterhin die päpstliche „Basilica minor“ – mit dem Altarbild des heiligen Benedikt und dem Glaubens- und Lebensweg. Auch wenn sich die Anlage barock präsentiert und Kunstkenner hier Werke der Gebrüder Asam und von J. B. Zimmermann entdecken – gegründet wurde das Kloster bereits im Jahr 725 und ist damit das älteste Kloster Oberbayerns.

Übrigens: Benediktbeuern gehört zu den Stationen auf dem „Jakobsweg Isar – Loisach – Leutascher Ache“, der die Verbindung von München ins österreichische Inntal schließt.

Stress lass nach: Gesundheitsurlaub im Tölzer Land

Den Alltagsstress hinter sich lassen.

Anno 1659 kam Henriette Adelaide von Bayern zur Jodkur – und schenkte ihrem Gemahl anschließend den lange ersehnten Erben. Sofort wurde Bad Heilbrunn bayerisches Hofbad. Medizinisch erwiesen ist, dass Jod und die im Jodwasser gelösten Spurenelemente dem Organismus vor allem bei Stress und starker Belastung sowie bei Augenproblemen helfen. Während man sich in Bad Heilbrunn aufs Jod spezialisiert hat, spielt im benachbarten Bad Tölz auch das Moor eine große Rolle, dessen heilsame Kraft bei Rheuma und Gelenkschmerzen schon die alten Römer zu schätzen wussten. Es stammt aus den Torfstichen der Umgebung, wird mit frischem Quellwasser zu Heilschlamm verarbeitet und kommt in Form von Packungen zum Einsatz. Doch es muss nicht immer Moor oder Jod sein. Längst haben sich die Experten in Bad Tölz und Bad Heilbrunn einen Namen gemacht, wenn es um die klassischen Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Stoffwechselleiden geht. Neben den Anwendungen und Therapien ist es vor allem auch die intakte Natur und die gesunde Luft, die den Aufenthalt im Tölzer Land zum Gesundheitsurlaub werden lässt. Besonderer Tipp für Menschen, die ihre guten Vorsätze schon immer einmal umsetzen wollten: Das „Aktivwöchler“-Programm in Bad Tölz, dass Schreibtischtätern dabei hilft, ihren Körper zu trainieren, sich gesünder zu ernähren und sich wieder rundum wohl zu fühlen. Weil es sich dabei um ein Präventiv-Angebot handelt, zahlt die Krankenkasse gegebenenfalls sogar Zuschüsse. Übrigens: Walchensee, Kochel am See und Bad Heilbrunn firmieren als heilklimatische Kurorte, Bad Tölz zudem als Moorheilbad.

Besuch bei Wickie und dem „Bullen“: Das Tölzer Land als Filmkulisse

Das Tölzer Land als Filmkulisse.

Seen und Berge wie aus dem Bilderbuch, sattgrüne Almen, romantische Dörfer und Städtchen mit Geschichte: Kein Wunder, dass Film- und Fernsehproduktionen das Tölzer Land längst für sich entdeckt haben. Ob Gabi Dohm am Walchensee Uta Danellas „Liebe mit Lachfalten“ ein Gesicht gibt, Michael „Bully“ Herbig hier gleich mit zwei Wickie-Filmen große Kinoerfolge einfährt oder Joseph Vilsmaier „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ in der Jachenau und in Lenggries ansiedelt – das Spektrum ist breit gefächert. Besonders wohl fühlen sich zwischen Loisachtal und Isarwinkel seit jeher auch die Krimi-Stars: Den Anfang machte Horst Tappert alias „Derrick“, der schon in den 1970-ern in Geretsried ermittelte, während Ottfried Fischer seit 1996 als „Bulle von Tölz“ bekannt ist. Neu seit diesem Jahr sind „Hubert & Staller“, zwei mittelhelle Dorfpolizisten, die von Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau gespielt werden. Sie jagen in Wolfratshausen Verbrecher fürs ARD-Vorabendprogramm. Wer das Tölzer Land auf den Spuren der Film- und Fernsehhelden durchstreifen möchte, findet Hinweise unter www.toelzer-land.de/filmland. Besondere Tipps: Die Spezialführungen zu den schönsten Dreh- und Tatorten des Bullen von Tölz sowie das Arrangement „Film“ mit zwei Übernachtungen und genügend Zeit für weitere Erkundungen. Oder wie wär’s mit einer Radeltour auf den Spuren von Derrick und Co. durch Geretsried? Absoluter Hit für Kinder ist das Wikingerdorf Flake, das von März bis November am Walchensee besichtigt werden kann.

Wo Künstler Inspiration fanden: Bei Franz Marc und Lovis Corinth

Das Tölzer Land als Inspirationsquelle.

Franz Marc (1880 - 1916) kannte das Tölzer Land schon von zahlreichen Familienausflügen aus Kindertagen, bevor er sich Anfang des 19. Jahrhunderts hier niederließ. Er war so angetan von der malerischen Voralpenlandschaft mit ihren Seen und Bergen, vom magischen Spiel der Farben und des Lichts, dass er das Fleckchen Erde gleich in „Blaues Land“ umbenannte. Viele seiner Werke, die er hier schuf, sind inzwischen weltberühmt. Wer dem bahnbrechenden Maler durch seine Lieblingslandschaft folgen möchte, bricht zum „Radwandern auf den Spuren des Blauen Reiters“ auf oder begibt sich in Kochel am See auf den Kunstspaziergang zu Originalschauplätzen – und testet sein Abstraktionsvermögen beim Vergleich zwischen Motiv und farbenfrohem Werk. Anstrengender, aber absolut lohnenswert ist die Wanderung zur Staffelalm unterhalb des Rabenkopfs: Hier hielt sich der große Avantgardist gern auf – und verzierte die Wände mit Fresken, die seine Gegenwart noch heute spürbar werden lassen. Absoluter Höhepunkt für Kunstfreunde ist selbstverständlich das Franz Marc Museum, das 2008 erweitert wurde und zur umfassenden Betrachtung einlädt.

Auch Lovis Corinth (1828 - 1925) liebte das Tölzer Land – vor allem den Walchensee, den er immer wieder malte und so in der Kunstwelt zum Begriff werden ließ. Der Professor, dessen Bilder und Radierungen im Walchensee-Museum zu besichtigen sind, lebte im Örtchen Urfeld. An seinem Haus führt auch der Themenwanderweg vorbei, auf dem Informationstafeln am Wegesrand Leben und Werk beschreiben.

Glentleiten: Zeitreise im größten Freilichtmuseum Südbayerns

Zeitreise im Freilichtmuseum Glentleiten.

Sich auf die Spuren von Knappen, Köhlern und Kesselflickern begeben, vielleicht auch Sennerinnen, Wildschützen und Hütebuben folgen? Auf spannenden Themenwegen tauchen Besucher im Freilichtmuseum Glentleiten in längst vergangene Zeiten ein. Mit mehr als 60 Gebäuden, die zum Teil aus dem 16. Jahrhundert stammen, allesamt an ihren jeweiligen Standorten in Einzelteile zerlegt und in der Nähe der Orte Großweil und Schlehdorf wieder originalgetreu aufgebaut wurden, ist es das größte seiner Art in Südbayern. Die Häuser, Werkstätten, Mühlen und Almhütten mit ihrer historischen Ausstattung lassen das bäuerliche Leben von einst eindrucksvoll lebendig werden. Auf dem weitläufigen Gelände ringsum sind Ziegen, Schafe, Gänse, Pferde, Schweine und Rinder zuhause. Speziell für Familien hat das Freilichtmuseum zahlreiche Angebote entwickelt: Täglich lässt sich vom Töpfer über den Schmied bis zum Schäffler ein anderer Handwerker über die Schultern schauen. Im „Haus der Entdecker“ können Kinder ihrem Forscherdrang folgen, oder wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer Kegelpartie wie zu Uromas Zeiten? Geöffnet ist das Freilichtmuseum von März bis November, von der Köhlernacht bis zum Dreschtag wird ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm geboten. www.glentleiten.de

Kultur auf der Spur: Besuch im Trachten-Informationszentrum

Den Trachten auf der Spur.

Vom bestickten Hosenträger über das Seidentuch mit Goldspitze und den Spenzer mit Posamentenknöpfen bis hin zur Weste aus Wollsamt: Das Trachten-Informationszentrum versammelt mehr als 4000 Original-Kleidungsstücke aus den vergangenen drei Jahrhunderten, zudem rund 20.000 Bilder und eine umfangreiche Bibliothek mit zahlreichen Raritäten und bibliophilen Kostbarkeiten. Nirgends können sich Besucher besser über die traditionelle bayerische Kleidung informieren als hier. Dabei bewahrt das Trachten-Informationszentrum Urgroßmutters Schätze nicht nur, sondern die Experten beraten zudem bei Theater- und Fernsehproduktionen ebenso wie Brautpaare, die eine echt bayerische Hochzeit feiern wollen oder Trachtengruppen, die ein neues Outfit brauchen. Wer gern selbst Hand anlegt, kann unter einem breiten Kursangebot wählen – und muss dafür noch nicht einmal Schneiderin oder Kostümbildnerin sein. Das Informationszentrum, das in den ehemaligen Stallungen des Klosters Benediktbeuern untergebracht ist, öffnet jeweils donnerstags von 9 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung. www.trachten-informationszentrum.de

Der sanfte Riese und zwei Seen: Das Erlebniskraftwerk Walchensee

Industriedenkmal Walchensee Kraftwerk.

Schon von weitem erkennt man das Walchenseekraftwerk, das eine künstliche Verbindung zwischen Walchen- und Kochelsee schafft, an seinen sechs mächtigen, 400 Meter langen Rohren. Durch sie schießt das Wasser des höher gelegenen Walchensees hinab zum Kochelsee und bringt die riesigen Turbinen zum Rotieren. Seit 1924 produziert das geschützte Industriedenkmal auf diese Art und Weise Strom. Noch heute zählt der Kraftprotz mit jährlich rund 300 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlicher Stromerzeugung zu den größten seiner Art in Deutschland. Wer alles über den sanften Riesen wissen möchte, kann sich gelegentlich durch das Kraftwerk führen lassen und dabei einen Blick in den Maschinenraum mit den acht Turbinen werfen. Anschließend lohnt sich ein Abstecher ins moderne Informationszentrum, wo jährlich rund 100.000 Besucher alles rund um Geschichte und Technik des E.ON-Kraftwerks erfahren. Besonders spannend ist die Zeitreise: Unter unvorstellbaren Strapazen mussten Arbeiter einst die schweren Bauteile wie Rohre, Turbinen und Generatoren nach Kochel schaffen – damals gab es in der dünn besiedelten Region nur wenige Straßen. Im Winter konnte das Material für den Bau des Wasserkraftwerks nur auf Schlitten transportiert werden. Besonderer Tipp: Zu ausgewählten Terminen im Sommer können Gäste mit dem Boot zum Wasserkraftwerk starten und die Besichtigung mit einer Schifffahrt über den Kochelsee verbinden. Von Mai bis September werden zudem regelmäßig abendliche Kochelsee-Fahrten angeboten, deren Höhepunkt das magische Felsenkeller-Echo bildet.

Geschmückte Rösser und viel Segen: Prächtige Leonhardi-Prozessionen

Leonhardi-Prozessionen im Tölzer Land.

Kaum ein Heiliger wird in Bayern mehr verehrt als St. Leonhard, den man früher auch den „Bauernherrgott“ nannte und der heute als Beschützer der Bauern und Patron der Pferde firmiert. Landauf, landab bittet man ihn im Herbst mit prächtigen Prozessionen um Beistand. Die größte Leonhardifahrt findet am 6. November in Bad Tölz statt. Hier schalten die Messner um 9 Uhr die Glocken an. Erst wenn deren Klang durch die Straßen der Isar-Gemeinde tönt, dürfen sich die 80 Wagen langsam in Bewegung setzen. So will es die Tradition seit rund 300 Jahren, als zum ersten Mal eine Pferde-Prozession über den engen, steilen und kurvigen Weg auf den Kalvarienberg zog. Wenn sich so manches Gespann wieder auf dem Heimweg befindet, wird es im Ortskern noch einmal laut. Dann lassen die Burschen beim traditionellen Leonhardi-Dreschen die Peitschen auf das Kopfsteinpflaster knallen. Je lauter, desto besser, denn der Lärm soll böse Geister vertreiben. Besinnlicher geht es im nahe gelegenen Benediktbeuern zu, wo rund 55 geschmückte und bemalte Gespanne und über 250 Rösser vom Ortskern zum Innenhof des Klosters ziehen, in dem eine der bedeutendsten Leonhardi-Säulen Bayerns gen Himmel ragt. Hier segnet ein Priester die Pferde, Reiter und Kutscher, bevor die Wallfahrer in der Basilika um den Schutz des heiligen Leonhard bitten. Klein und fast schon familiär dagegen ist der traditionelle Leonhardiritt in Bad Heilbrunn, der zum Oberbuchener Kircherl führt, während sich in Lenggries Ross und Reiter zur Dyoniskapelle aufmachen.

Trip mit Tradition: Wie einst auf dem Floß die Isar hinunter

Flößertradition im Tölzer Land.

Sie war hart und gefährlich – die Flößerei auf der Isar, die etlichen Bewohnern des Tölzer Landes einst das Auskommen sicherte. Während früher vor allem Bau- und Brennholz, Kalk und Steine nach München und über die Donau in die weite Welt transportiert wurden, sind es heute ausschließlich Passagiere. Dabei hat sich die Bauweise der 18 Meter langen und sieben Meter breiten Giganten seit dem 13. Jahrhundert nicht verändert: Mächtige Fichtenstämme werden mit Drahtschlaufen an Querbalken befestigt. Zwei Ruderstangen vorne, eine hinten – fertig ist das rund 20 Tonnen schwere Floß. Maximal 60 Personen gleiten auf einem Einzigen über die Isar. Manchmal ist auch noch eine Blaskapelle an Bord, die sogar in turbulenten Passagen die Töne trifft. Absolute Highlights der Fahrt, die nach München je nach Wasserstand rund sechs Stunden dauert, sind die sieben Floßrutschen. Darunter die längste Europas, auf der die hölzernen Riesen über eine Strecke von 345 Metern fast 18 Meter in die Tiefe schießen – mit Geschwindigkeiten von bis zu 40 Stundenkilometern. Wer selbst mal an Bord gehen möchte, hat hierzu ab ca. 110 Euro pro Person Gelegenheit. Die Ausflüge werden bis Mitte September von drei alteingesessenen Flößerfamilien angeboten. Besonders stimmungsvoll sind die Johanni-Floßprozessionen in Wolfratshausen, die alle drei Jahre stattfinden. Während sich Wolfratshausen übrigens mit dem Titel „Internationale Flößerstadt“ schmücken darf, gehört Lenggries zu den internationalen Flößerdörfern. Das ganze Jahr über können sich Besucher über die 800-jährige Tradition des zünftigen Handwerks in den Heimatmuseen von Bad Tölz, Lenggries und Wolfratshausen informieren. Auch der Floßweg an der Loisach lässt die alten Zeiten mit Schautafeln und Bildern lebendig werden.

Der „Hirschkuss“: Ein Kräuterlikör und seine Erfolgsgeschichte

Vom Insider-Tipp zum Kultgetränk.

Rund 40 verschiedene Kräuter sind im Hirschkuss – von Enzian über Melisse und Anis über Kümmel bis hin zu Wachholder und Ingwer. Das Rezept für den Kräuterlikör stammt von der Großtante. Sie hat es Petra Waldherr-Merk verraten, die sich umgehend in die Produktion stürzte. Das kleine Lenggrieser Familienunternehmen wurde schnell erfolgreich – und musste sich schon bald in einem Rechtsstreit gegen einen Giganten der Branche behaupten. Der zog sich über drei Jahre. Seit 2009 aber dürfen sich die Hirsche auf dem Etikett ungeniert küssen. Jede Flasche Hirschkuss wird übrigens von Hand abgefüllt. In Bayern avanciert der Kräuterlikör mit seinen 38 Prozent Alkoholgehalt langsam aber sicher zum Kultgetränk und auch außerhalb des Freistaats sichert er sich allmählich seinen Platz im Sortiment.

Alles Käse oder was? Würzige Angebote aus dem Tölzer Land

Feine Käsevariationen laden zum Genießen.

Bergkäse, Weichkäse, Kräuterkäse, Ziegenkäse… - das Angebot im Tölzer Land sprengt alle Käsevorstellungen. Vom Bauern, der seine liebevoll hergestellten Milchprodukte ab Hof verkauft, über den Tölzer Kasladen www.toelzer-kasladen.de, in dem mehr als 100 internationale Spezialitäten angeboten werden und das Einkaufen zum Genuss-Erlebnis wird, bis zum großen Käsefestival www.kaesefestival.de, auf dem Besucher vom 7. bis 9. Juni 2013 zum fünften Mal alles über die würzigen Laibe erfahren: Das Tölzer Land ist einfach auf den Käse gekommen. Dabei legen die regionalen Hersteller größten Wert auf tiergerechte Haltung, chemiefreie Herstellung und klassisches Handwerk, lassen ihrer Kreativität aber in geschmacklicher Hinsicht völlig freien Lauf.

Schnaps war nicht das letzte Wort – beim Enzianbrenner Schwaighofer

Weinstube Schwaighofer.

Direkt am Markt, zwischen allen Geschäften des täglichen Lebens, biegt der Tölzer nach dem Einkauf gerne ab; nimmt sich eine kurze Auszeit in der leicht versteckten altdeutschen Weinstube hinter Max Schwaighofer´s Schnapsladen www.schwaighofer.de, die bereits 1896 von Gabriel von Seidl zu dem gemacht wurde, was sie heute ist: einem atmosphärischen Ort der Muße und des Genusses. Claus Janßen, Enkel des über die Stadtgrenzen bekannten Enzianbrenners, lebt die Tradition weiter und schenkt neben  Qualitätsweinen aus aller Welt gerne auch die in der hauseigenen Brennerei hergestellten Schnäpse aus. Vom Gebirgsenzian bis zum Goldwasser reicht das Sortiment, das im vorgelagerten, mit Liebe zum Detail eingerichteten Spirituosen- und Weingeschäft dargeboten wird und bei einem Besuch mindestens angetestet werden sollte. Besonderer Tipp: Immer donnerstags bleibt die Weinstube bis 22 Uhr geöffnet; für die echten Genießer, die sich hier gerne zu kleinen bayerischen Brotzeiten und großen Weinen zusammenfinden und über Gott, die Welt und das geliebte Bad Tölz philosophieren.

Verzaubert und versetzt in vergangene Zeiten: Das Tölzer Marionettentheater

Einfach zauberhaft.

Seit über 100 Jahren ist es in Tölz beheimatet, das entzückende Puppenspiel, das nur durch akkurate Millimeterarbeit aus der Vogelperspektive funktioniert und Kinder wie Erwachsene durch liebevollste Inszenierungen verzaubert. Damals haben die Tölzer alle zusammengelegt, um sich ein eigenes Marionettentheater www.marionetten-toelz.de zu leisten und auch heute steht das vom Markt leicht nach hinten versetzte Haus hoch im Kurs bei den Einheimischen. Herr Bille, der die mehrdimensionale Kunst mittlerweile in 9. Generation und mit Leib und Seele ausübt, bringt vom Brandner Kaspar bis zu den Bremer Stadtmusikanten alles auf die Bühne, was seine mehr als 800 Figuren hergeben. Die sind teilweise über Generationen vererbt, teilweise aber auch selbst in der eigenen Werkstatt zum Leben erweckt worden und zeugen von einer langen Puppenspieler-Geschichte. Und weil jedes Stück kleine Herausforderungen für die Spieler bereithält, wird es hinter der Bühne doppelt interessant. Zwischen Störchen, Fröschen und dem an drei Meter langen Schnüren befestigten Brandner Kaspar bewegt sich ein ausziehbarer Bühnenwagen, der auch bei schnellen Szenenfolgen den perfekten Bildwechsel garantiert; darüber ein aufwändiges Gestell, das in besonderen Fällen alle 13 ehrenamtlichen Spieler gleichzeitig agieren lässt.

Tradition am Starnberger See: Unterwegs mit der Fischerin

Die Fischerin vom Starnberger See.

Am Wochenende haben sie ihre Ruhe – die Renken, Karpfen, Hechte, Brachsen und Weißfische, die sich im Starnberger See tummeln. Erst am Montag darf Susanne Huber die Netze auswerfen und wer nach Freitagmittag noch fängt, lebt gefährlich. „Wir haben strenge Regeln“, sagt die 47-Jährige. Sie ist eine von 33 Fischermeistern, die den Starnberger See befischen und die Bestände verantwortungsvoll hegen und pflegen. Den größten Teil ihres Fangs verkauft Susanne Huber direkt von ihrem Hof in Münsing, der schon seit dem 14. Jahrhundert in Familienbesitz ist. Und ungefähr so lange auch dürfte die Familie schon das Fang- und Fischereirecht ausüben. Die Vermietung von Appartements im Haus und der Campingplatz nebenan sind heute gute Nebenverdienste für die Fischerin, die sich keinen anderen Beruf vorstellen kann. Gerne nimmt Susanne Huber Urlauber mit, die ihre Arbeit aus nächster Nähe erleben möchten. Mit im Boot ist immer auch Lea, die Berner Sennhündin mit Faible fürs Fischen.

Hochglänzend und hell klingend: Feinste Blasinstrumente von E. Meinl

Feinste Blasinstrumente.

Er blickt auf mehr als 50 Jahre Erfahrung im Instrumentenbau zurück und denkt noch lange nicht an Ruhestand: Der ursprünglich aus dem Erzgebirge stammende Ewald Meinl (75), der 1946 mit seinen Eltern aus der Musikstadt Graslitz vertrieben wurde, ins Tölzer Land kam und dort seit 1957 in dritter Generation feinste Blechblasinstrumente von Hand und mit viel Liebe zu Detail und Klang produziert. In einer kleinen Werkstatt in Geretsried liefert der rüstige Sudetendeutsche heute gemeinsam mit Sohn Bernhard (40) und drei Mitarbeitern handgearbeitete Schallstücke für Trompeten, Hörner und Posaunen an zahlreiche renommierte Handwerksbetriebe. Das Hauptaugenmerk der beiden Meinls liegt aber im authentisch-kunsthandwerklichen Nachbau edelster historischer Metallblasinstrumente. Musiker aus der ganzen Welt zählen zu den Kunden, von der Staatsoper Paris über berühmte Orchesterbläser aus New York bis zum Münchner Rundfunkorchester. Und alle wissen die hohe Kunstfertigkeit ebenso zu schätzen, wie die Flexibilität von Vater und Sohn. „Von der Barockposaune, die besonders in Händel-Kompositionen eine tragende Rolle spielt, bis zur historischen Rekonstruktion von Natur- und Jagdhörnern – bei uns ist eigentlich nichts unmöglich“, erzählt Ewald Meinl nicht ohne Stolz, während er seine stattliche Sammlung an selbstgefertigten und originalen Instrumenten präsentiert, die größtenteils in Messing gearbeitet sind – auf Wunsch jedoch auch in Silber, vergoldet oder gar detailgetreu bemalt. Nur eins haben die exquisiten Liebhaber-Stücke gemeinsam: Sie sind alle durch die liebevollen Hände eines der beiden Meinls gegangen. Und das hört man auch.

Facts in Kürze

Tölzer Land 
Das Tölzer Land repräsentiert als Tourismusmarke die 21 Städte und Gemeinden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Region erstreckt sich südlich von München bis zur Tiroler Grenze. Der Starnberger See im Westen, Kochel- und Walchensee im Süden und der Sylvenstein-Stausee im Osten bieten zahlreiche Erholungsmöglichkeiten – ebenso wie Isar und Loisach, die sich als blaue Bänder durch die Bilderbuchlandschaft schlängeln. Der höchste Gipfel ist der Schafreuter (2101 m). Bergbahnen führen auch im Sommer auf den Herzogstand (1731 m) am Walchensee, auf das Brauneck (1555 m) in Lenggries und auf den Blomberg (1248 m), den Hausberg von Bad Tölz.

Erreichbarkeit
Das Tölzer Land (Bad Tölz) liegt 50 Kilometer südlich von München. Vom Hauptbahnhof München verkehren Züge im Stundentakt.

Hotellerie und Gastronomie 
14.000 Gästebetten; 5 Hotels im 4-Sterne-Bereich, 3 Jugendhotels u. Jugendherbergen, viele weitere ausgezeichnete Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Privatzimmer und Ferienwohnungen, 83 Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof

Berge mit Bahnen Brauneck-Bergbahn, Herzogstandbahn und Blombergbahn sind das ganze Jahr über in Betrieb und ermöglichen es im Sommer Wanderern, die ersten Höhenmeter entspannt zurück zu legen.

-    Das Brauneck punktet mit der höchsten Dichte an Alm- und Berghütten im Alpenraum. Es gibt insgesamt 10 Einkehrmöglichkeiten. Zudem gilt der Lenggrieser Hausberg als Erlebnisberg für die ganze Familie – mit Kräuterschaugarten und Schaukäserei auf der Stie-Alm und aussichtsreichem Höhenweg, mit Kletterpark, Falkenhof, Alpentiergarten sowie Sommerrodelbahn (Jaudenhang-Flitzer), Bullcart-Downhill-Vergnügen und Mountainbike-Park sowie Gleitschirm-Flugschule. Zu ausgewählten Terminen finden abendliche Kerzenlicht-Dinner am Berg statt.
-    Vom Herzogstand, dem Lieblingsberg des bayerischen Märchenkönigs, genießt man einen gigantischen Blick auf den türkisblauen Walchensee und die umliegende Bergwelt. Das Berggasthaus auf 1557 m ist Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen. Wer sich über die Entstehungsgeschichte der Alpen informieren möchte, folgt dem Panorama-Naturlehrpfad. Die Tour zum Heimgarten dagegen gehört zu den 100 schönsten Gratwanderungen im gesamten Alpenraum (Trittsicherheit erforderlich).
-    Vom Blomberg, dem Tölzer Hausberg, starten Urlauber zu wunderbaren Wanderungen. Zudem ist er bekannt für den höchsten Kletterwald Deutschlands sowie die legendäre Sommerrodelbahn (Blomberg-Blitz), die 1907 gebaut wurde und noch heute die längste ihrer Art in Europa ist. Besonderes Highlight am Blomberg ist der Kunstwanderweg mit seinen beeindruckenden Skulpturen inmitten der freien Natur.

Fernwege 
Zahlreiche Fernwege schlängeln sich durch das Tölzer Land. Wer in die Pedale treten will, kann sich Etappen von Bodensee-Königsee-Radweg, Isarradweg und Via Bavarica Tyrolensis vornehmen. Pilger treffen sich auf dem grenzübergreifenden Jakobsweg Isar – Loisach – Leutascher Ache – Inn, der die bisher fehlende Verbindung zwischen dem Münchner, dem Südostbayerischen und dem Tiroler Jakobsweg schließt. Wanderer mit kunsthistorischem Interesse dagegen haben auf dem Prälatenweg zahlreiche Kirchen zur Auswahl. Oder wie wär’s mit dem Maximilansweg, der gekrönten Häuptern folgt? Zu Maximilians Lieblingsplätzen gelangt man auch, wenn man auf der Via Alpina durchs Tölzer Land wandert.

Weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten 
Wandern, Radeln, E-Biken, Mountainbiken, Bullcart, Klettern, Kanufahren, Rafting, Schwimmen, Surfen, Segeln, Tauchen, Angeln, Floßfahrten, Quadtouren, Ballonfahrten, Drachenfliegen, Paragliden, Reiten, Skaten, Golfen (5 Plätze im Tölzer Land und zahlreiche weitere Plätze im Umkreis von einer Stunde), 2 Sommerrodelbahnen (Jaudenhang-Flitzer und Blomberg-Blitz), 3 Erlebnisbäder (Alpamare in Bad Tölz, Trimini in Kochel , Isarwelle in Lenggries), Freizeitpark Märchenwald in Wolfratshausen und vieles mehr.

Weitere Infos www.toelzer-land.de

Download der Recherchemöglichkeiten:

application/zip Themenliste_Toelzer Land_Sommer 2013_final.zip (4,6 MiB)