Stimmungsvolle Glanzlichter in der Vorweihnachtszeit

Weihnachtsmärkte im Starnberger Fünf-Seen-Land

Keine einzige elektrische Lichtquelle, nur Kerzen erhellen den Weihnachtsmarkt vor dem bekannten Marienmünster in Dießen. In einem gemütlichen Zelt können Familien Geschichtenerzählern lauschen und anschließend über den Markt schlendern, auf dem ausschließlich handgefertigte Produkte angeboten werden. Am Heiligen Berg bei Kloster Andechs dagegen lockt neben der lebenden Krippe eine umfangreiche Krippenausstellung mit bemerkenswerten Unikaten. Wer die heimelige Atmosphäre im Starnberger Fünf-Seen-Land am zweiten Adventswochenende vom 2. bis 4. Dezember genießen möchte, kann eine günstige Pauschale nutzen: Zwei Übernachtungen mit Frühstück gibt’s schon ab 109 Euro pro Person im Doppelzimmer. Inklusive sind ein Gutschein für Weißwürste und eine Maß Bier im Bräustüberl des Klosters Andechs sowie Kaffee oder Glühwein in der Zinngießerei Babette Schweizer in Dießen, in der unter anderem traditionsreicher Christbaumschmuck hergestellt wird.

Besuch in der ältesten Kleinzinngießerei Deutschlands

Die älteste Kleinzinngießerei Deutschlands

Filigrane Kugeln, mit Glitzersteinen besetzt und bunt bemalt – so sah die Kollektion aus, die Anfang des 19. Jahrhunderts in der Kleinzinngießerei Babette Schweizer fürs bayerische Königshaus gefertigt wurde. Noch heute stellt der Dießener Betrieb, der übrigens deutschlandweit der älteste seiner Art ist, Weihnachtsbaumschmuck nach alten Mustern her. Gegründet wurde die Zinnmanufaktur 1796, als das Marienmünster in Dießen umgebaut wurde und die Kirche neue Devotionalien brauchte. Heute werden vor allem biedermeierliche Miniaturen – Menschen, Schiffe, Pflanzen, Gebäude – für Dekorationszwecke handgefertigt und liebevoll bemalt. Zusehen oder auch selbst Bemalen ist nach Voranmeldung möglich. Im integrierten Cafe werden Gäste liebevoll bewirtet und tauchen dabei in längst vergangene Zeiten ein. www.schweizerzinn.de

Starnberger Fünf-Seen-Land: Glanz, Gloria und grandiose Landschaften

Das Starnberger Fünf-Seen-Land

„Wer viele schöne Landschaften in der Welt gesehen hat, nennt im Taumel der Lust diese die schönste, hofft nie wieder eine schönere zu sehen“, hat der Reiseschriftsteller Lorenz Westenrieder einst geschwärmt. Das Starnberger Fünf-Seen-Land mit seinen Bauerndörfern, prächtigen Residenzen und über 100 Kilometern Seeufer zieht seit jeher Sommerfrischler an. Aus dem nahe gelegenen München pendeln Erholungssuchende an den mondänen Starnberger See, den bodenständigeren Ammersee, auch „Bauernsee“ genannt, sowie an Pilsensee, Wörthsee und den Weßlinger See. Der Hochadel, darunter Märchenkönig Ludwig II. und seine Großcousine Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sisi“), residierten in herrschaftlichen Villen und Schlössern, die noch heute am Ufer des Starnberger Sees thronen. Besonderer Tipp: Im Kaiserin Elisabeth Museum in Pöcking können Gäste in das royale Leben Sisis eintauchen – von ihrer Jugend in Possenhofen bis hin zu ihrem Tod am Genfer See. www.sta5.de

Das Starnberger Fünf-Seen-Land

Neben Glanz und Gloria gibt es im Starnberger Fünf-Seen-Land auch jede Menge Kunst und Kultur zu entdecken: Das Buchheim Museum etwa, das eine spektakuläre Sammlung expressionistischer Meisterwerke zeigt oder das Museum Starnberger See, das die Besucher in die Lebenswelten des 19. und 20. Jahrhunderts entführt. Weitere Höhepunkte sind das berühmte Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg und das prächtige Marienmünster am gegenüberliegenden Seeufer in Dießen.
Die fünf Seen bieten zudem ein breites Sportangebot: Zahlreiche Strandbäder laden zum Schwimmen mit Alpenblick ein, während man vom Ufer aus die Segler und Surfer beobachten kann, die hier beste Bedingungen finden. Auf abwechslungsreiche Touren können sich Radler und Wanderer freuen: Ob Villen-Watching, Strandbad-Hopping oder Naturerlebnis pur – unzählige Facetten machen das Starnberger Fünf-Seen-Land zum Dorado für Entdecker.

Auf den Spuren der Kaiserin: Wo Sisi heimlich den „Kini“ traf

Kaiserin Elisabeth und König Ludwig am Starnberger See

Sie ist so etwas wie die Galionsfigur des Starnberger Fünf-Seen-Landes: Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt „Sisi“, verbrachte ihre Kindheit in Feldafing-Possenhofen am Starnberger See und hielt dem „geliebten Possi“ auch als Kaiserin die Treue. Auf einem speziellen Weg können Besucher auf ihren Spuren wandeln und sollten dafür rund anderthalb Stunden reine Gehzeit einplanen. Ziel- und Ausgangspunkt der Tour ist das Kaiserin Elisabeth Museum im historischen Bahnhof Possenhofen, wo Bayernkönig Ludwig II., der im gegenüberliegenden Berg residierte, seine geliebte Seelenverwandte zu empfangen pflegte. Zunächst lohnt sich ein Rundgang durch das Museum (regulär Mai bis Oktober geöffnet), das umfangreich über die historische Sisi informiert und sich damit vom Klischee der Kino-Kaiserin abhebt. Anschließend begibt man sich auf eine Spurensuche durch Possenhofen, bei der eine Museumsbroschüre den Weg weist. Die Route säumen das Schloss Possenhofen, in dem Sisi als Kind wohnte, sowie das heutige Golf Hotel Kaiserin Elisabeth, in dem die melancholische Monarchin stets samt Hofstaat residierte. Heute können Gäste hier in der originalen Sisi-Suite wohnen. Weiter geht’s auf die winzige Roseninsel, die Sisi für geheime Rendezvous mit Ludwig II. ansteuerte. Zurück zum Museum wandert man durch die idyllische Wolfsschlucht, die zu den Lieblingsorten der Kaiserin zählte.

Übrigens: im Jahr 2012 wird der 175. Geburtstag Sisis mit Sonderfahrten auf dem Starnberger See sowie mit besonderen Veranstaltungen gefeiert. So lädt zum Beispiel die neue ganzjährige Ausstellung „Kaiserin Elisabeth am Starnberger See – Unbeschwerte Kindheit und starke Familienbande“ im Kaiserin Elisabeth Museum in Possenhofen zu Streifzügen durch die Lebensgeschichte der beliebten Kaiserin ein.

König Ludwig II.: Der Mythos lebt am Starnberger See

König Ludwig II.: Der Mythos lebt am Starnberger See

Die ungeklärten Fragen um Mord, Selbstmord oder gescheiterten Fluchtversuch eines Entmündigten mögen mit dazu beigetragen haben, dass der Mythos lebt: Alljährlich findet am Sonntag nach dem 13. Juni, dem Todestag des Regenten, eine feierliche Gedenkmesse an der Votivkapelle im Schlosspark Berg statt. Zahlreiche festlich gekleidete Königstreue mit prächtigen Fahnenabordnungen halten hier in stillem Gedenken inne. Unterhalb der Votivkapelle kennzeichnet bis heute ein schlichtes Holzkreuz im seichten Uferbereich des Starnberger Sees die Stelle, an der König Ludwig II. vor rund 125 Jahren nach einem Spaziergang mit seinem Leibarzt Prof. von Gudden leblos aufgefunden wurde. Seine geliebte Großcousine, Kaiserin Elisabeth, weilte just zu dieser Zeit im gegenüberliegenden Feldafing. Nachdem sie die Nachricht vom Tod Ludwigs erhalten hatte, eilte sie nach Berg an seine Bahre.

Große Kunst am See: Bedeutende Museen der Region

Kunst und Kultur im Starnberger Fünf-Seen-Land

Allein schon die Lage und Architektur des Buchheim-Museums sind eine Reise wert: Der futuristisch anmutende Bau liegt direkt am südlichen Ufer des Starnberger Sees inmitten einer weitläufigen Parkanlage. Im Inneren können Besucher zahlreiche expressionistische Meisterwerke der Künstlergemeinschaft „Brücke“ bewundern. Darunter Aquarelle, Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken von Emil Nolde, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner. Zudem hat der Museumsbegründer Lothar-Günther Buchheim Werke von weiteren Expressionisten wie Otto Kokoschka, Max Beckmann und Otto Dix zusammengetragen. In weiteren Ausstellungsräumen gibt es Arbeiten von Buchheim selbst sowie Volks- und Völkerkundliche Exponate zu sehen. www.buchheimmuseum.de
Kostbarkeiten der Region werden im „Museum Starnberger See“ gezeigt. Zu den Hauptattraktionen zählt das letzte noch erhaltene Prunkschiff „Delphin“, das aus der Zeit von König Ludwig I. (1786 bis 1868) stammt. Wie die Menschen im 19. Jahrhundert am See lebten, erfährt man im Altbau des Museums – im sogenannten „Lochmann-Haus“, das übrigens das älteste Gebäude am See ist. Im gegenüberliegenden Neubau, der mit dem „Lochmann-Haus“ über einen gläsernen Tunnel verbunden ist, lässt sich unter anderem die höfische Schifffahrt sowie die Villenkultur bestaunen. www.museum-starnberger-see.de

Kloster Andechs: Hochprozentiges, Heilsames und Halleluja

Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg

Auf dem Heiligen Berg hoch über Herrsching am Ammersee thront das Benediktinerkloster Andechs. Die älteste Wallfahrt Bayerns lockt bereits seit dem 12. Jahrhundert Pilger an diesen Ort. Besucher aus der ganzen Welt strömen auch aus weltlichen Gründen auf den Aussichtsberg, auf dem die Benediktiner ihren traditionsreichen Gasthof und das berühmte Bräustüberl betreiben, in dem man regionale Spezialitäten genießen kann. Feinsten Gerstensaft produzieren die geschäftstüchtigen Mönche in der Klosterbrauerei, während sie in der Destille, die in Gruppen besichtigt werden kann, allerhand Hochprozentiges und Heilsames produzieren. Höhepunkt im Veranstaltungskalender sind die Carl-Orff-Festspiele, die alljährlich in den Sommermonaten stattfinden. Orff zählt zu den bekanntesten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Seine Carmina Burana ist das meist gespielte, populärste Chorwerk weltweit. Der Komponist fand seine letzte Ruhestätte in der Kapelle der Kloster- und Wallfahrtskirche. www.andechs.de

Fest für Fußgänger: 23 Routen führen durch den Nordic Walking-Park

Nordic-Walking-Park im Starnberger Fünf-Seen-Land

Einer der größten Nordic Walking-Parks in Europa lädt im Starnberger Fünf-Seen-Land zu sportlichen Ausflügen ein. Passionierte Fußgänger haben die Wahl zwischen 23 reizvollen Routen und insgesamt 280 Streckenkilometern. Ob auf Sisis Spuren, zum Kloster Andechs oder einfach nur durch die abwechslungsreiche Natur – die Strecken von 3,3 bis 19,9 Kilometern Länge führen durch reizvolle Landschaften und vorbei an Sehenswürdigkeiten. Unterwegs informieren Schilder über Länge, Schwierigkeitsgrad, Höhenprofil und vieles mehr.

Der Natur auf der Spur: Abenteuertouren für Familien

Abenteuerliche Freizeitangebote im Starnberger Fünf-Seen-Land

Die Natur des Starnberger Fünf-Seen-Landes lässt sich kinderleicht auf spannenden Ammersee Touren erkunden, bei denen neben Action und Wissensvermittlung auch der Naturschutz groß geschrieben wird. Bei Pilzwanderungen, Kräuterführungen, Fledermausführungen und vielen weiteren wanderbaren Abenteuern erfahren Familien allerhand über die vom Wasser geprägte Landschaft am Ammersee und dessen Umgebung. Wer mag, kann sich zwischendurch im Baumklettern versuchen oder den Spuren des Bibers folgen. Spannende Stunden ganz ohne Eltern versprechen Floßbau, Zaubern oder Basteln wie in der Steinzeit. Das Abenteuerprogramm endet erst Anfang Dezember, wenn aus Schnee Iglus und Pyramiden gebaut werden. Alle Ausflüge sind übrigens auch individuell in Kleingruppen buchbar.

Hole in One – Golfurlaub rund um den Starnberger See

Golfplätze rund um den Starnberger See

Gepflegte Greens, traditionsreiche Clubs und grandioses Gebirgspanorama: Rund um den Starnberger See locken einige der schönsten Golfplätze Deutschlands. Hohenpähl, Tutzing, Bergkramerhof, Gut Rieden und Iffeldorf sind nur wenige Kilometer voneinander entfernt und daher ideal zum Golfplatz-Hopping. Die Broschüre „Hole in One – Golfurlaub rund um den Starnberger See“ fasst attraktive Arrangements zusammen. Wer drei der fünf Plätze spielen möchte, zahlt etwa für vier Übernachtungen inklusive Greenfees ab 320 Euro pro Person im Doppelzimmer, das Hotel übernimmt selbstverständlich die Reservierung der gewünschten Abschlagszeiten.

Starnberg mondän und sportlich: Wasserskifahren vor der Roseninsel

Wasserskifahren am Starnberger See

Es hat schon einen mondänen Touch – Wasserskifahren vor der Roseninsel. Zumal man hier nicht an einem Gestell seine Runden dreht, sondern hinter einem edlen Schweizer Boesch-Boot. Die Wasserskischule Possenhofen ist deutschlandweit die einzige mit Motorbootbetrieb, die an einem Binnensee zugelassen ist. Von 1. Mai bis 15. September können Urlauber am Starnberger See unter Anleitung von Gerhard Glas Schnuppern oder als Anfänger und Fortgeschrittene ihrem Hobby frönen. Mitzubringen sind nur Badesachen und Handtuch, die Ausrüstung gibt’s vor Ort.

Exklusive Mitfahrgelegenheit: Mit dem Fischer zum Netzeheben

Fischfang am Starnberger See

25 verschiedene Fischarten tummeln sich im klaren Wasser des Starnberger Sees, darunter besonders viele Renken, Seesaiblinge und Hechte. Wer einmal dabei sein möchte, wenn die Netze gehoben werden, kann morgens in aller Früh zusammen mit Fischermeister Franz Lidl im kleinen Boot hinausfahren. Lidls üben schon seit Generationen das Fischerei- und Fangrecht aus und sind zudem Inhaber des Hotels am See in Tutzing. Die exklusive Fischerfahrt ist Teil eines Arrangements und kostet inklusive zweier Übernachtungen im Doppelzimmer mit Halbpension ab 160 Euro pro Person. Im Restaurant können sich Gäste auf frisch gefangene Seefische und Köstlichkeiten aus dem Räucherofen ebenso freuen wie über bayerische Schmankerl und saisonale Küche. Übrigens: Insgesamt gibt es am Starnberger See 34 Fischer, am benachbarten Ammersee in etwa 36. Das Fischereirecht wird vererbt, nur noch wenige Familien leben im Haupterwerb vom Fischfang.

Edle Instrumente mit Weltruf: Horngacher-Harfen aus Starnberg

Handgefertigte Horngacher-Harfen

Sie werden rund um den Globus gespielt, von Orchestern ebenso wie von bekannten Solokünstlern: Seit nunmehr 70 Jahren sind die handgefertigten Horngacher-Harfen Synonym für höchste Qualität und unverwechselbaren Klang. Bei der optischen Gestaltung wie auch im Hinblick auf technische Sonderleistungen geht der Starnberger Familienbetrieb unter Leitung von Klaus Horngacher gern auf die speziellen Wünsche seiner Kunden ein. Eine Horngacher-Harfe wird in mehr als 900 Arbeitsstunden gefertigt, aus edlen Materialien, mit großer Sorgfalt und jeder Menge Fingerspitzengefühl. www.horngacher-harps.de

Facts in Kürze

Starnberger Fünf-Seen-Land
Das Starnberger Fünf-Seen-Land erstreckt sich zwischen dem Starnberger See und dem Ammersee. Wörthsee, Pilsensee und Weßlinger See zählen ebenfalls dazu. Insgesamt kommt die Region auf knapp 130 Uferkilometer, die je nach See von grandioser Natur, glamourösen Prachtbauten oder schnuckeligen Bauerndörfern geprägt sind. Gemein ist allen fünf Seen, dass sie herrliche Badeplätze und glasklares Wasser bieten. Darüber hinaus können sich Segler und Surfer auf steife Brisen freuen.
Zum Starnberger Fünf-Seen-Land zählen die am Starnberger See gelegenen Orte Starnberg, Berg, Münsing, Seeshaupt, Bernried, Tutzing, Feldafing und Pöcking sowie die Ammersee-Gemeinden Herrsching, Dießen, Andechs und Inning. Seefeld, Wörthsee und Weßling komplettieren den Verbund.

Erreichbarkeit
Flughafen: München – Starnberg 37 km, München – Herrsching 68 km
Bahn:          im 20-Minuten-Takt vom Hauptbahnhof München nach Starnberg oder Herrsching
Auto:            Autobahn A95 Abfahrt Starnberg, A 96 Abfahrten Ammersee (Ostufer, Westufer)

Hotellerie
Rund 5300 Gäste-Betten, 80 Hotels, darunter 4 im 4-Sterne-Bereich, viele weitere Gasthöfe, Pensionen, Privatzimmer und Ferienwohnungen

Sportmöglichkeiten Sommer
Segeln, Surfen, Golf, Wandern, Radeln, Nordic Walking, Reiten etc.

Sportmöglichkeiten Winter
Winterwandern, Schlittschuhlaufen, Langlaufen etc.