Altenmarkt-Zauchensee: Das doppelte Ferien-Paradies

Altenmarkt-Zauchensee beeindruckt als doppeltes Ferien-Paradies im Pongau.

Altenmarkt-Zauchensee beeindruckt als doppeltes Ferien-Paradies im Pongau 70 Kilometer südlich von Salzburg. Zauchensee (1350 m), das seit drei Jahrzehnten als Austragungsort im alpinen Ski-Weltcup bekannt ist, war noch in den 1950-er Jahren reines Almgebiet. Im Sommer erwartet das Hoteldorf mit seinen 4-Sterne-Häusern die Gäste mit exklusiven Berg­abenteuern. Altenmarkt (842 m) dagegen ist ein gewachsener Ort mit 3721 Einwohnern, in dem Tradition und Moderne Hand in Hand gehen. Der bekannte Wallfahrtsort des ausgehenden Mittelalters besticht mit natürlichem Charme und einem der schönsten Ortskerne in ganz Österreich. Ältestes Gasthaus ist der Markterwirt, der seit 1528 am angestammten Platz im Dorfzentrum steht. Schon Kaiser Franz Joseph I. ließ sich hier mit seiner Jagdgesellschaft bewirten. Die dichten Wälder und sonnigen Lichtungen sind nach wie vor Zuhause zahlreicher Hirsche, Rehe und Gämsen. Kein Wunder, dass Altenmarkt-Zauchensee mit dem Pongauer Wild zu den Genussregionen des Salzburger Landes gehört. Zum Bummeln und zum „Einkaufen mit Herz“ laden liebevoll gestaltete Geschäfte und Boutiquen. Bei zahlreichen Festen und Veranstaltungen das ganze Jahr über spüren Gäste die natürliche Herzlichkeit der Menschen und kommen mit gelebtem Brauchtum in Berührung, das sich hier zuweilen erfrischend kreativ zeigt.

„.NATURA in di Berg.“: Altenmarkter Kreativ- & Abenteuer-Wochen

Die Sommerakademie in Altenmarkt-Zauchensee.

Auf der Alm jodeln und den Altenmarkter Haarzopf flechten lernen, im Fotokurs neue Perspektiven finden, beim Malen mit Aquarellfarben Erinnerungen festhalten oder aus Treibholz Kunstwerke entstehen lassen: Das und vieles mehr bieten die Altenmarkter Kreativ- & Abenteuer-Wochen „.NATURA.in di Berg.“ Vom 19. bis 31. August können Gäste inmitten des Salzburger Landes unter dem Motto „Inspiration für Stimme & Hände“ einzigartige Angebote wahrnehmen, vor der Naturkulisse des Dachsteins den Almsommer genießen und sich dabei selbst neu entdecken. Zwei Wochen lang gibt‘s maßgeschneiderte Kurse für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Und zwar an außergewöhnlichen Orten – vom idyllischen Bauernhof über das romantische Eckart-Gütl bis zur Alm. Je nach Lust und Laune können sich die Teilnehmer dabei über mehrere Tage mit einem Thema auseinandersetzen oder auch nur mal ein paar Stunden hier und da schnuppern.

48 Quadratkilometer Natur und zwei Welten: Der Atomic Vital-Park

Der Atomic Vital-Park.

48 Quadratkilometer Natur. Das weite, offene Talbecken, die bewaldeten Hügel und sanften Gipfel rund um Altenmarkt und die hochalpinen Bilderbuchberge in Zauchensee. Der Atomic Vital-Park verbindet zwei Welten miteinander, in denen Gäste je nach Bedarf Bewegung, Abenteuer und Entspannung in traumhafter Kulisse finden. Die kontrastreiche Landschaft mit ihren unterschiedlichen Höhen erleben Urlauber auf den 20 abwechslungsreichen Wanderrouten rund um Lackenkogel und Steinfeldspitze. Hinzu kommen sportwissenschaftlich zertifizierte Nordic Walking- und Laufstrecken, Genuss-Radel- und Mountainbiketouren sowie ausgewiesene Reitwege von der einfachen Galoppstrecke bis zum anspruchsvollen Gebirgsritt. Nur wenige Schritte von den Ausgangspunkten der vier Erholungsräume im Atomic Vital-Park (Ameisenberg, Altenmarkt-Schlatterberg-Feuersang, Schwemmberg und Zauchensee) entfernt hält von Juni bis Oktober der Sportweltbus, der Altenmarkt-Zauchensee mit Flachau/Flachauwinkl verbindet und der mit der Gäste-Card bzw. der Magic Card gratis ist. Wer sich vorab einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten verschaffen möchte, kann im Internet mit dem interaktiven Tourenplaner zu einem 3D-Flug starten. Die gedruckte Freizeit & Aktiv-Karte sowie die Broschüre des Atomic Vital-Parks gibt es bei Altenmarkt-Zauchensee Tourismus.

Übrigens: Der Name stammt von der bekannten Skimarke, die in Altenmarkt-Zauchensee Zuhause ist und wie der Atomic Vital-Park selbst für sportliches Vergnügen auf hohem Niveau steht.

Mit dem E-Mountainbike zur Alm und entspannt an der Enns entlang

Mit dem E-Mountainbike zur Alm und entspannt an der Enns entlang.

Genussvoll im Tal radeln oder gleich mit dem Mountainbike von Alm zu Alm? Altenmarkt-Zauchensee macht beides möglich. Wer es entspannt angehen möchte, kann mit dem Feuersang-Rundweg beginnen. Über den Schlatterberg führt die Route zum Berggasthof Winterbauer, der bereits nach 200 Höhenmetern zur Einkehr lockt. Weiter geht’s nach Flachau und von dort aus gemütlich über den Enns-Radweg wieder zurück nach Altenmarkt. Mountainbiker dagegen begeben sich auf reizvolle Rundtouren um Steinwand, Königlehen oder Sattelbauer. Alle sind mittelschwer und belohnen mit herrlichen Ausblicken und abwechslungsreichen Abfahrten. Übrigens: Man kann sich das kräftezehrende Bergabenteuer auf zwei Rädern auch ein wenig erleichtern. In Altenmarkt-Zauchensee gibt’s E-Mountainbikes im Verleih – wenn’s zu steil wird oder nach längeren Bergauf-Passagen die Kräfte schwinden, einfach die sanfte Elektro-Unterstützung zuschalten und entspannt weiter Richtung Ziel radeln. Wer mit ortskundigen Guide unterwegs sein möchte, kann geführte E-Bike-Touren buchen, die als Halbtages- und Tagesausflüge für 20 bzw. 40 Euro angeboten werden.

Vom Seilbahnwandern bis zum Gipfelsturm: Die schönsten Touren

Seilbahnwandern in Altenmarkt-Zauchensee.

Jeder wie er will und kann. Diesem gesunden Motto begegnen Urlauber überall im doppelten Ferien-Paradies Altenmarkt-Zauchensee, das zu Österreichs ausgewählten Wanderdörfern zählt und 2011 das Wandergütesiegel erhalten hat. Während die Steinfeldspitze (2344 m) Gipfelstürmer lockt, die den Blick vom höchsten Berg ringsum genießen möchten, schweben Seilbahnwanderer mit der Gamskogelbahn I von Zauchensee entspannt nach oben, spazieren gemütlich um den Seekarsee und lassen bei der Einkehr in der Gamskogelhütte die Seele baumeln. Insgesamt stehen 240 Kilometer markierter Wanderwege zur Auswahl. Der Orts- und der Enns-Rundweg sowie der Zauchbach-Weg eignen sich hervorragend zum Wandern mit Kinderwagen, der Koppen-Rundweg am Feuersang lädt zur Familienwanderung, der Salzburger Almenweg zum Weitwandern und der Arnoweg zum Pilgerwandern ein. Besonderer Tipp: Die mittelschwere Panoramatour auf den Rossbrand, der auf einer Höhe von 1770 Metern liegt und zu den schönsten Aussichtsbergen der Ostalpen gehört. Der Weg führt auf der Sonnenseite des Schwemmbergs entlang zur Radstädter-Hütte und wer mag, kann eine Schleife über den Bauernregeln-Rundweg drehen, der allerlei Informationen übers Wetter bereithält. Geführte Wanderungen werden zweimal pro Woche angeboten – jeweils dienstags die „Willkommenstour“ und donnerstags die „Almblumen-Wanderung“.

Von Raunächten und Eisheiligen: Auf dem Bauernregeln-Weg durchs Jahr

Mit dem Bauernregeln-Weg durchs Jahr.

„Vieles trifft zu, manches darf man nicht allzu ernst nehmen“, sagt Martin Steffner. Schon als kleiner Bub faszinierten ihn die Bauernregeln. Er beobachtete, forschte nach und wurde zum Experten. Vor drei Jahren entwickelte der 45-Jährige gemeinsam mit Altenmarkt-Zauchensee Tourismus das Konzept für den Themen-Rundweg „Bauernregeln“, auf dem Urlauber heute an Raunächten und Eisheiligen vorbei durchs Jahr wandern können. Insgesamt 22 Stationen mit Infotafeln und liebevoll gestalteten Metallsymbolen eines heimischen Künstlers geben auf dem knapp fünf Kilometer langen Weg Auskunft über Volkswissen, an dem sich der bäuerliche Alltag im Pongau über Jahrhunderte orientiert hat. Neben der Reitlehenalm lockt zwischendurch auch die Jausenstation Habersatt auf Martin Steffners Hof zur Einkehr mit Ausblick. Manchmal setzt sich der Chef dazu und man erfährt, dass der Fuchs gerade wieder ein paar Hühner geholt und dass das Schaf gelammt hat. Übrigens: Wer sich hier zum Urlaub auf dem Bauernhof einquartiert, darf gern morgens mit, wenn die Kühe geholt werden. Oder wie wäre es mit einem Ausflug zur eigenen Forellenzucht, während der Nachwuchs mit den Ponys unterwegs ist? Insgesamt gibt es in Altenmarkt 36 Bauernhöfe, auf denen Feriengäste ins unverfälschte Landleben eintauchen können.

Neu: Der Mondpfad mit interaktiven Erlebnisstationen

Der Traumwandler Mondpfad ist neu in Altenmarkt-Zauchensee.

Der Mond fasziniert seit jeher. Doch was ist wirklich dran an der Macht des Mondes, an Mondkalendern, Vollmondnächten und Mondkräften? Der neue Mondpfad der durch das bewaldete Zauchbachtal mit seinen rauschenden Wasserfällen und der mystischen Landschaft führt, gibt erstaunliche Antworten. Auf sieben in Holz gearbeiteten, interaktiven Erlebnis-Stationen erfahren Urlauber interessante Aspekte aus dem Bereich „Wissenschaft & Mond“ ebenso wie zum „Mythos Mond“. Direkt hinter dem Willkommenstor der Mond-Erlebniswelt beginnt der inspirierende Themenweg, der auf zweieinhalb Kilometern spannende Aus- und Einblicke ermöglicht. Offizielle Eröffnung des leicht zu gehenden Weges, für den anderthalb Stunden einzukalkulieren sind, ist im August.

Neues Wasser-Paradies: Die Therme Amadé lockt mit Superlativen

Die Therme Amadé lädt zum Entspannen ein.

Eine der spektakulärsten Rutschen Österreichs mit acht Metern freiem Fall und anschließendem Looping; eine außergewöhnliche Saunalandschaft zum Relaxen in stilvoller Atmosphäre, erstklassige Wellnessanwendungen sowie insgesamt elf Becken, in denen das Thema Wasser immer neu inszeniert wird: Die Therme Amadé wurde 2010 eröffnet und bietet unter einem Dach in abgegrenzten Sphären Entspannung, Spaß und Abenteuer. In den solehaltigen Entspannungsbecken genießen Gäste das Neueste, was die Wassertechnik zu bieten hat – von unzähligen Unterwasser-Massagedüsen über Sprudelliegen und Sprudelsitze bis zur LED-Beleuchtung für romantische Abendstunden unterm Sternenhimmel. Während Schwimmer im Sportbecken mit Sprunganlage ihre Bahnen ziehen, verspricht der Strömungskanal ebenso viel Spaß wie das großzügige Wellenbecken, in dem man zudem den Panoramablick auf die umliegende Bergwelt genießt.

Magic Mountains: Der Sommerclub für Individualisten in Zauchensee

Best of Wandern.

Vor 50 Jahren war Zauchensee eine Alm, auf der die Bauern den Sommer mit ihrem Vieh verbrachten. Zwei urige Hütten erinnern noch heute daran. Sie stehen im Zentrum des niveauvollen Hoteldorfs mit seinem 4-Sterne-Superior- und den sechs 4-Sterne-Häusern, die sich in 1350 Metern Höhe an die Bergwelt schmiegen. Inzwischen gibt es 53 Einwohner in Zauchensee, das als Weltcup-Ort im Ski-Zirkus längst international bekannt ist. Es sind die Hotelierfamilien, die seit den Anfängen eng zusammen arbeiten und immer wieder pfiffige Ideen entwickeln. Im Sommer können Gäste hier den Zauber der Bergwelt im fantasievollsten Ferienclub der Alpen erleben: „Magic Mountains“ steht für einzigartige Outdoor-Erlebnisse, die auch Individualisten begeistern. Wie wär’s zum Beispiel mal mit einem Surfkurs für Kinder und Jugendliche auf dem Zauchensee, mit einer Mondscheinwanderung oder einem unvergesslichen Mountainbike-Abenteuer? Von Ende Juni bis Anfang September stehen bis zu 30 Betreuer bereit, um Gästen unvergleichliche Urlaubserlebnisse zu bescheren. Anschließend kann man in den Wellnessoasen der Hotels entspannen oder einfach die Ruhe inmitten der abgeschiedenen Bergwelt genießen. Und sich auf die kulinarischen Überraschungen der Küchenchefs freuen. Denn wie überall in Altenmarkt-Zauchensee so zeichnen sich auch die Küchen im Hoteldorf durch Kreativität auf hohem Niveau aus.

Übrigens: Auch Michael Walchhofer stammt aus einer Zauchenseer Hoteliersfamilie. Der erfolgreiche Abfahrtsläufer, der sich erst kürzlich aus dem aktiven Renngeschehen verabschiedet hat, lädt mit seinem Kochbuch unter dem Titel „Abgefahren aufgekocht“ zu einer kulinarischen Reise durch die Weltcup-Regionen. Entwickelt hat er es gemeinsam mit seinem Küchenchef.

Im gestreckten Galopp durchs Tal und hoch zu Ross durchs Gebirge

Dem Klapperstorch mit Moor auf die Sprünge helfen.

Stundenlang durch die unberührte Natur reiten. Auf Traumrouten kilometerweit durchs Tal galoppieren und hoch zu Ross das Gebirge durchstreifen. Auch für Pferdeliebhaber ist Altenmarkt-Zauchensee ein doppeltes Ferien-Paradies mit einzigartigen Möglichkeiten. Erfahrene Reiter schwärmen vor allem von den Wanderreit-Routen, die sich bis zu einer Höhe von 1800 Metern durch die Bergwelt schlängeln. Drei dieser Pfade in Altenmarkt-Zauchensee gehören übrigens zum legendären „Dachstein-Tauern-Ritt“, der auf einer Strecke von 200 Kilometern durch die Alpen führt. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, kann im interaktiven Reit-Routen-Planer unter www.altenmarkt-zauchensee.at im 3D-Flug erste Eindrücke sammeln. Selbstverständlich bieten die drei Reitställe in Altenmarkt-Zauchensee neben geführten Ausritten von Western- über Dressur- und Springreiten die komplette Palette an Unterrichtsmöglichkeiten. Wer Lust hat, bringt sein eigenes Pferd mit, um die alpine Landschaft im bewährten Duo zu genießen – beste Versorgung vor Ort ist garantiert.

Weltweit einzigartig: Wo Golfer mit der Gondel zum Abschlag schweben

Schloss Linderhof im Graswangtal.

Sie ist weltweit einzigartig – die Golfgondelbahn „Birdie-Jet“ mit Stereoanlage und eingebauter Bar, mit der man im Golfclub Radstadt vom 11. Green zum 12. Abschlag schwebt. Zuerst ein Par 3, dann noch das unvergessliche Par 4 auf 1000 Meter Seehöhe, das mit seinem traumhaften Blick auf die imposanten Bergspitzen des Dachsteinmassivs zu den schönsten in Österreich gehört, und man ist wieder zurück im Tal. Der Golfclub Radstadt ist nur wenige Minuten von Altenmarkt-Zauchensee entfernt und für die besonders herzliche Atmosphäre ebenso bekannt wie für gepflegte Greens und sportliche Herausforderung. Im Radius von einer Stunde rund um Altenmarkt-Zauchensee stehen insgesamt 15 Golfplätze zur Auswahl, darunter viele der attraktivsten Anlagen der Alpen.

Unbedingt probieren: Ziegenkäse, Zirbenschnaps und Kirschmuas

Schloss Linderhof im Graswangtal.

Er schmeckt so frisch, wie der Nadelwald riecht: Der Zirbenschnaps, den Hans Rettenwender auf der Sonnalm in Zauchensee kredenzt und der zum Pongau gehört wie der Grappa zu Italien. „Jeder setzt ihn ein wenig anders an“, sagt Hans Rettenwender, der im Hauptberuf Bauer ist. Besonders stolz präsentiert er seine selbstgebrannte Haselnuss und die hochwertige Vogelbeere. Während Hans Rettenwender viel über Hochprozentiges zu erzählen weiß, hat sich seine Tochter Rosi Unteregger als Einzige in Altenmarkt-Zauchensee auf Ziegenkäse spezialisiert. Mit ihren köstlichen Kreationen, für die ihre 20 Ziegen die Milch liefern, gewinnt sie schon seit Jahren immer wieder Auszeichnungen. Besonders lecker: die Frischkäsekugeln. Wer in Altenmarkt-Zauchensee Urlaub macht, sollte unbedingt auch die Traditionsspeisen der Region probieren. Wie wär’s mit Schwarzbeernocken, Schotsuppe oder Kirschmuas? Letzteres besteht aus Mehl, Schmalz, Wasser und Kirschen und wird aus der Eisenpfanne gegessen – so wie früher auf der Alm.

Im Visier: Das Pongauer Wild ist der Star der neuen Genussregion

Mit dem Förster auf die Pirsch.

Die Wälder sind dicht und weitläufig, die Almen mit Wildkräutern übersät: Beste Bedingungen für Hirsche, Rehe und Gämsen, die auf 1000 bis 2000 Metern Höhe im Pongau rund um Altenmarkt-Zauchensee seit jeher paradiesische Verhältnisse vorfinden. Allein im Revier Zauchtal sind rund 150 Stück Hochwild Zuhause. Kein Wunder, dass auch die Jagd Tradition hat und die Wirte der Region erlesene Wildspezialitäten bieten. Mit dem Pongauer Wild ist Altenmarkt-Zauchensee zur Genussregion des Salzburger Landes aufgestiegen. „Durch den hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren schmeckt das Wildbret zart, es ist weich und zudem äußerst gesund“, schwärmt Franz Schneider. Auf Anfrage nimmt der passionierte Jäger und Hotelier gern Gäste mit auf die Pirsch – und erzählt dabei von der Hege und Pflege des Wildes, von Abschusskontrollen und Trophäenschauen. Ihn selbst fasziniert es nach wie vor, durch die Einsamkeit zu streifen und das Wild in der Natur zu beobachten. Sein besonderer Tipp: Ein Besuch Ende September. Dann nämlich tragen die Hirsche ihre Revierkämpfe aus, das Klacken ineinander verhakter Geweihe und die Brunftschreie schallen weit übers Tal.

Vom Dirndl bis zur Weste: Einkaufen mit Herz und Tradition

Schloss Linderhof im Graswangtal.

Eigentlich ist es grün, rot oder blau - das klassische Pongauer, das man an seiner feinen Blütenstickerei und der "brennenden Liebe" erkennt, die Ausschnitt und Ärmellöcher als Bordüre ziert. Seit einigen Jahren gibt es das Dirndl zudem in schwarz. Damit angefangen hat Anneliese Reiter, denn für sie geht auch Tradition mit der Zeit. "Es ist mit den Farben wie mit den Stoffen", sagt die gelernte Schneidermeisterin. "Früher waren Dirndl hart wie ein Brett, heute sind sie weich und fließend." Als Seniorchefin der "Pongauer Trachtenstube" berät Anneliese Reiter sowie bereits auch ihre Tochter und Nachfolgerin Martina Stammkundinnen aus ganz Österreich und designt für sie Dirndl nach individuellen Vorstellungen und für spezielle Anlässe. Zwischendurch fiebert sie mit Sohn Michael (23) mit, der im Biathlon-Weltcup Punkte sammelt. Ein paar Häuser weiter nimmt ihr Bruder Maß: Heinz Schneider hat sich auf Hochzeitsbekleidung im Trachtenbereich spezialisiert und schneidert die Weste - passend zum Dirndl der Braut oder auch im Rahmen eines Gesamtkunstwerks zur komplett aufeinander abgestimmten Hochzeitsdeko. "Wir nehmen uns viel Zeit für die Beratung", sagt der Experte, der zwischendurch als Chef der Bergrettung in Altenmarkt im Einsatz ist. Wie seine Schwester so ist auch er stolz darauf, dass es in Altenmarkt so viele inhabergeführte Geschäfte gibt, für die "Einkaufen mit Herz" mehr als nur ein Slogan ist.

Wo Schnalzer reiten und Kühe über die Skipiste zum Stall laufen

In Altenmarkt-Zauchensee sind die Schnalzer auf dem Pferd unterwegs.

Sie sind bei traditionellen Bauernhochzeiten unterwegs, bei der Erntedank-Prozession ebenso wie beim Almabtrieb – die Herreiter und Schnalzer, die ihre Peitschen durch die Luft schwingen und wie seit Jahrhunderten mit lauten, rhythmischen Knallen auf große Ereignisse aufmerksam machen. Dabei sitzen sie auf Pferden im Festtagsgeschirr. „Reitende Schnalzer gibt’s hauptsächlich bei uns in den Salzburger Gebirgsgauen“, berichtet Franz Walchhofer, der Obmann der Schnalzergruppe in Altenmarkt-Zauchensee. Anderswo schnalzt man im Stehen, und auch hier in der Hochburg müssen es Anfänger erst einmal mit den Beinen auf dem Boden lernen. Schließlich ist das Peitschenschwingen, das zum Lärmbrauchtum gehört, eine echte Kunst. „Wir reden hier von der schnellsten Bewegung, die ein Mensch per Hand erzeugen kann“, so der Experte. Mit mehr als 1000 km/h zischt das Peitschenende durch die Luft und erzeugt den unverwechselbaren Klang. Auch wenn es laut ist – die Kühe in Altenmarkt-Zauchensee lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. „Die wollen nur noch in den  Stall“, sagt Hans Rettenwender, der den Almabtrieb vor Ort organisiert und jedes Jahr wieder froh ist, wenn das Vieh nach dem Almsommer gesund und voller frischer Bergkräuter den Rückweg über die Skipiste am Zauchensee antreten kann. Der Almabtrieb ist einer der Höhepunkte im Bauernherbst, den Altenmarkt-Zauchensee mit zahlreichen Veranstaltungen feiert. Besucher können sich auf kreative Ideen und liebevolle Details freuen.

Leidenschaft für Tradition: Brauchtum in vielen Facetten

Almabtrieb in Altenmarkt-Zauchensee.

Bei zahlreichen Festen und Veranstaltungen können Urlauber Tradition und Brauchtum hautnah erleben – und dabei die herzliche Lebensart genießen, die in Altenmarkt-Zauchensee den Ton angibt. Den ganzen Sommer über finden Dorffeste mit stimmungsvoller Live-Musik, köstlichen Schmankerln auf dem idyllischen Altenmarkter Marktplatz statt und bei Platzkonzerten spielt die Trachtenmusikkapelle Altenmarkt auf – die größte ihrer Art im Salzburger Land. Besonders beeindruckend ist die Brauchtumszeit von Juli bis September: Zu ausgewählten Terminen laden die Mitglieder des Heimatvereins D’lustigen Zauchenseer in die historische Dechantshoftenne, die das Heimatmuseum beherbergt. Hier lassen sie sich beim Klöppeln, Brotbacken und Spinnen über die Schultern schauen, führen überlieferte Volkstänze und Schuhplattler auf. Wer mag, schaut am 8. September vorbei, dem Auftakt der traditionellen Bauernherbst-Festwoche, die eine Woche später mit dem großen Almabtrieb endet.

Mozarts Landpartie: Das Genie lädt zum schrägen Bauernherbst

Bauernherbst in Altenmarkt-Zauchensee.
© Waldteufel-Fotolia.com

Es muss nicht immer traditionell sein, es geht auch anders. Zumindest in Altenmarkt-Zauchensee, dem einzigen Ort des Salzburger Landes, das den schrägen Bauernherbst feiert. In diesem Jahr dreht sich alles um Mozarts Landpartie. Das Bauerkabarett führt am 16., 22. und 23. September in der Dechantshoftenne vor, was passiert, wenn der berühmte Komponist der Landbevölkerung begegnet. Zum Auftakt der schrägen Bauernherbst-Festwoche treffen sich Einheimische und Gäste auf dem idyllischen Altenmarkter Marktplatz, der sich wie anno 1170 präsentiert: Heuballen mit Samtdecken, Silberleuchter und barocke Goldornamente bilden die Kulisse, während Bäuerinnen im schlichten Gewand leckere Speisen zubereiten, die auch dem Salzburger Genie gemundet hätten. Beim Fest „Mozarts Landpartie“ erklingt natürlich auch zeitgemäße Musik – und man trifft etliche Figuren, die ihm zum Verwechseln ähnlich sehen. Damit jeder den Weg in die Vergangenheit findet, weist Mozarts Konterfei auf den Schildern an den Ortseingängen den Weg zum Geschehen. Blickfang ist hier die größte Mozartkugel aller Zeiten, allerdings aus Heu gestaltet.

Facts in Kürze

 Altenmarkt-Zauchensee   
Altenmarkt-Zauchensee ist ein doppeltes Ferien-Paradies, das im Pongau inmitten des Salzburger Landes liegt. Im natürlich gewachsenen, traditionsreichen Ort Altenmarkt (842 m) leben 3721 Einwohner, im Hoteldorf Zauchensee (1350 m), das erst mit der Erschließung der umliegenden Bergwelt für den Wintersport entstanden ist, sind es 51.

Entfernungen   

75 km vom Flughafen Salzburg, 200 km vom Flughafen München

Hotellerie und Gastronomie   
5285 Gästebetten; 13 Hotels im 4-Sterne-Bereich, 8 Jugendhotels, viele weitere ausgezeichnete Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Privatzimmer und Ferienwohnungen; 14 bewirtschaftete Almen und Hütten

Bergbahnen   

Gamskogel I: in Betrieb von Juni bis Mitte September (nur bei schönem Wetter, jeweils zur vollen Stunde)

Atomic Vital-Park   
48 Quadratmeter großes Paradies für Bewegung, Abenteuer und Entspannung mit unterschiedlichen Landschaftsformen von sanft-hügelig bis hochalpin. Unter anderem:
- 240 km markierte Wanderwege, darunter die Themenwege „Bauernregeln“ und „Traumwandler Mondpfad“; geführte Gratiswanderungen
- 40 km zertifizierte Nordic Walking-Strecken
- 20 km Laufstrecken
- 20 km Genuss-Radelwege
- 120 km Mountainbikerouten
- 105 km Reitwege

Weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten   
Therme Amadé,  Bergsteigen/Klettern, Seilbahnwandern, Beachvolleyball, Fußball, Tennis, Golf (9- und 18-Loch), Minigolf, Kegeln, Pferdekutschenfahrten, Wald-Hochseilpark „Zauchbach Kraxl & Wasser-Gaudi“, Canyoning, Segway/Elektroroller, E-Biken, Skater-Park, Angeln, Fliegenfischen, Mountaincart, E-Quad, Rafting, Riverbug, Wanderreiten, Klettern, Paragliding, etc.

„NATURA.in di Berg.“: Altenmarkter Kreativ- & Abenteuer-Wochen

Höhepunkt des inspirierenden Almsommers; eröffnet vom 19. bis 31. August vielfältige Kreativ- und Abenteuerwelten – vom Jodeln auf der Alm, den Altenmarkter Haarzopf flechten lernen und Stimmbildung über Skulpturenbau und Floristik bis hin zum Canyoning; außergewöhnliche Kurse an außergewöhnlichen Orten für Erwachsene, Jugendliche und Kinder

Weitere Infos

www.altenmarkt-zauchensee.at
www.kreativurlaub-altenmarkt.at
www.holiday-pearls.at
www.zauchensee.at
www.facebook.com/altenmarkt.zauchensee.at

Download der Recherchemöglichkeiten:

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