Baden mit Bergblick: Der Achensee bietet Superlative
Er liegt auf einer Höhe von rund 930 Metern, ist zehn Kilometer lang, bis zu 133 Meter tief und hat Trinkwasserqualität – der Achensee, Tirols größter Badesee, der nicht nur wegen seiner Ausmaße auch den Titel „Tiroler Meer“ trägt. Segler und Surfer schätzen die hervorragenden Windverhältnisse, Taucher die Unterwasser-Sichtweiten von bis zu zehn Metern, Naturliebhaber das schon fast karibisch anmutende Farbenspiel. Denn aufgrund des hellen Kalkgesteins schimmert die Wasseroberfläche von türkisblau bis aquamarin. Besonders in den flacheren Bereichen auf der Südseite, wo sich das Wasser im Sommer bis auf 22 Grad Celsius erwärmt. Sehr beliebt bei Familien ist daher das Strandbad in Maurach mit seinem sanft abfallenden Uferbereich.
Wellness mit Tradition: Tiroler Steinöl oder „das heilsame Erbe des Meeres“
Seine wohltuende und pflegende Wirkung war schon lange bekannt, bevor der Begriff Wellness überhaupt kreiert wurde: Seit 1902 wird Tiroler Steinöl 1500 Meter über dem Achensee aus Ölschiefer gewonnen und zu Pflegeprodukten verarbeitet. Die Cremes, Salben, Lotionen und Shampoos zeichnen sich nicht nur durch einen hohen Gehalt an natürlich gebundenem Schwefel aus, sondern zudem auch durch spezielle Wirkstoffe, die von vorzeitlichen Meerestieren und Pflanzen stammen und somit aus der Zeit, in der noch der komplette Kontinent unter Wasser stand. Im Sommer können Urlauber an exklusiven Führungen teilnehmen und das Steinölbergwerk im Bächental besichtigen. Das ganze Jahr über für Besucher offen ist das Vitalberg Besucherzentrum in Pertisau, das die über 100-jährige Geschichte der Tiroler Steinölbrenner darstellt (www.steinoel.at). Wer die Produkte am eigenen Leib testen möchte, hat in vielen Wellness-Abteilungen der Achenseer Hotels Gelegenheit dazu.
Garantierte Adrenalin-Kicks: Der Skyglider „AirRofan“
Fast könnte man meinen, man hinge in den Fängen eines gigantischen Adlers, der den Rückwärtsgang einlegt: Der Blick fällt ins Tal, während man sicher befestigt an einem 800 Meter langen Seil 200 Meter in die Höhe Richtung Gschöllkopf gezogen wird. Und dann geht’s richtig los: Mit ca. 85 Kilometern pro Stunde rast man mit dem Skyglider „AirRofan“ zum Ausgangspunkt an der Bergstation der Rofanseilbahn zurück. Ein Erlebnis, das jede Menge Adrenalin freisetzt – und dabei absolut ungefährlich ist. Auf dem Gschöllkopf selbst thront in 2000 Meter Höhe ein riesiges Adlernest – eine Aussichtsplattform aus Metallgeflecht. Sie ist das Highlight auf dem mehrfach ausgezeichneten Adlerweg, der quer durch Tirol führt. Die gigantische Aussicht vom Adlernest können Besucher mit Beginn der Wandersaison genießen.
Nomen est Omen: “Achensee, Tirols Sport & Vital Park”
Sie machen ihrem Namen alle Ehre – die fünf Orte Achenkirch, Maurach, Pertisau, Steinberg und Wiesing mit ihren insgesamt 7.000 Einwohnern, die sich unter der Marke „Achensee, Tirols Sport & Vital Park“ zusammengeschlossen haben. Rund 50 verschiedene Sportarten können Gäste hier ausüben: vom Wandern und Klettern über Golfen, Reiten, Schwimmen und Inline-Skaten bis hin zum Kite-Surfen und Paragliding. Wer an seine Grenzen gehen will, findet im Gebirge zahlreiche Herausforderungen. Wer’s gemächlicher mag oder mit kleinen Kindern unterwegs ist, lässt sich mit den Bahnen ins Rofan- und ins Karwendelgebirge bringen – oder genießt die Möglichkeiten, die das sanfte Tal bietet, in das der Achensee eingebettet ist. www.achensee.info
Das volle Programm für 56 Euro: Die Achensee Erlebniscard
Die Achensee Erlebniscard macht’s möglich: Mit der Rofanseilbahn in Maurach und der Karwendel Bergbahn in Pertisau nach oben starten, mit den Dampfern der Achenseeschiffahrt auf Tirols größtem See kreuzen, mit Europas ältester Dampf-Zahnradbahn auf einen Nostalgietrip von Jenbach nach Maurach gehen und in der Achenseer Museumswelt in Maurach, den Swarovski Kristallwelten in Wattens, dem Heimatmuseum Sixenhof in Achenkirch, dem Tiroler Steinöl Vitalberg in Pertisau oder im Notburga-Museum in Maurach eine Zeitreise unternehmen. Und das alles, so oft man will. Die Achensee Erlebniscard ermöglicht sieben Tage lang Urlaubs-Abenteuer zum Komplettpreis von 56 Euro. Kinder bis zum Alter von 15 Jahren zahlen die Hälfte, für unter 6-Jährige ist die Card gratis.
Cooles Sommerprogramm: Trendsport für Teens und Hits für Kids
Nicht nur Kinder, auch Teenager, im Alter von 12 bis 16 Jahren, finden im Sommer am Achensee ihre Herausforderungen. Vom 2. Juli bis 7. September gibt’s ein Jugendprogramm, das echte Adrenalinkicks garantiert. Beim Klettern am Dalfazer Wasserfall, beim Canyoning in tiefen Schluchten und bei abenteuerlichen Geländetouren mit dem Segway, einem rollerähnlichen Gefährt ohne Bremse oder Gaspedal, das sich nur durch Gewichtsverlagerung steuern lässt, können Teens gemeinsam mit Gleichaltrigen und unter sachkundiger Anleitung erfahrener Guides Spaß und Action erleben. Im Preis von 20 bzw. 30 Euro pro Person ist die Ausrüstung bereits inbegriffen.
Die Vier- bis Elfjährigen dagegen begeben sich mit dem Achensee Maskottchen Wusel Wassergeist in den Karwendeltälern auf Kristallsuche und machen als Piraten-Minis bei einer Floßfahrt den See unsicher. Spannung ist auch bei einer abendlichen Sternenwanderung geboten, bei der Nachwuchsdetektive den langbeinigen Bergfrosch Bartl am Achensee aufspüren und fest ins Herz schließen. Die Teilnahme am ganztägigen Kinderprogramm ist kostenlos, lediglich fünf Euro fallen für Essen und Getränke an.
Von der ältesten Dampf-Zahnradbahn Europas direkt aufs Achensee Schiff
Seit bereits 123 Jahren krallt sie sich schnaubend und zischend den Berg hinauf. Von Jenbach im Inntal bis zum Achensee bewältigt sie auf knapp sieben Kilometern 440 Höhenmeter: Die Achensee Dampf-Zahnradbahn ist europaweit die älteste ihrer Art und nach wie vor unermüdlich im Einsatz. Wenn sie oben angekommen ist und schnaufend am See pausiert, wartet schon ein Dampfer der Achenseeschiffahrt, mit dem Gäste die erlebnisreiche Panoramareise gleich fortsetzen können. Die Fahrpläne sind aufeinander abgestimmt. www.achenseebahn.at und www.tirol-schiffahrt.at
Übrigens: Die Achenseeschiffahrt feiert dieses Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum. Am 27. Juni 1887 legte das Dampfschiff St. Josef zu seiner ersten Fahrt über den Achensee ab.
Alpengolf mit Tradition: Gepflegte Greens seit 1934
Er ist der älteste in Tirol und einer der drei ersten in ganz Österreich: Der Golf- und Landclub Achensee, der 1934 gegründet wurde. Der 18-Loch-Platz beginnt mitten im Urlaubsort Pertisau und erstreckt sich auf einer Höhenlage von 1000 Meter hinein in den Alpenpark Karwendel. Der herrliche alte Baumbestand, die grandiosen Ausblicke auf den türkisblau schimmernden Achensee und die mächtigen Felsriesen umher machen das Spiel auf dem Par 71-Platz zum Erlebnis. Vom 12. bis zum 16. Juni 2012 ist der Golf- und Landclub Achensee Austragungsort der Golf Senioren EM. Die 150 besten Senioren-Golfspieler Europas (Damen ab 50, Herren ab 55) werden am Achensee erwartet. www.golfclub-achensee.at
Hervorragende Bedingungen finden Golfer und solche, die es werden wollen, auch in Achenkirch. Seit 2004 ist das „Posthotel Achenkirch“ Betreiber des 9-Loch-Platzes, der auf einem Hochplateau liegt und mit der großzügig angelegten Driving Range für optimale Trainingsbedingungen steht. Bekannt für sein besonderes Flair ist das Clubhaus, das in einem historischen Bauernhaus aus dem Jahr 1682 untergebracht ist. www.golfclub-achenkirch.at
Wallfahrten in Eben: Wo Notburga, die Heilige der kleinen Leute verehrt wird
Ihr Skelett ist auf dem Hochaltar der Wallfahrtskirche aufgestellt und Ziel zahlreicher Pilger: Denn Notburga, eine einfache Dienstmagd, die im 13. Jahrhundert lebte und sich für arme und kranke Menschen einsetzte, gilt als beliebteste Heilige Westösterreichs. Ihre Geschichte und Bedeutung können Besucher im Notburga-Museum in Eben in Maurach am Achensee nachvollziehen, dem einzigen Museum in Österreich, das sich mit einer heiligen Frau befasst. Im ehemaligen Pfarrhaus, das mit der Wallfahrtskirche und dem Messnerhaus ein intaktes Ensemble barocker Baukunst bildet, werden die ältesten Dokumente der Notburga-Verehrung gezeigt, darüber hinaus Exponate barocker Kunst sowie Prozessionsgegenstände. Übrigens: Das Notburga-Museum, das sich mit dem Tiroler Museumspreis 2006 schmücken darf, erhielt 2007 das Museumsgütesiegel als eine der begehrtesten Auszeichnungen, die auf diesem Sektor österreichweit verliehen werden. Seit Sommer 2008 können Besucher auf dem neuen „Dien-Mut-Weg“ wandeln – einem zwei Kilometer langen Weg, der der dienenden und mutigen Notburga gewidmet ist und auf 17 Stationen zur Besinnung anregt. www.notburga-museum.at
Heimatmuseum Achenkirch: Zeitreise durch mehr als sechs Jahrhunderte
Auch wenn er 1810 nach einem Brandanschlag neu errichtet werden musste, urkundlich erwähnt wurde er bereits 1361 – der Sixenhof, in dem heute das Heimatmuseum Achenkirch untergebracht ist. In insgesamt 21 Räumen lassen bäuerliche und handwerkliche Geräte, eine Hufschmiede, eine Schusterei und eine Weberei längst vergangene Zeiten lebendig werden. Zahlreiche Exponate zeugen zudem von der Bedeutung, die der Jagd, der Fischerei und der Holzwirtschaft zukamen. www.heimatmuseum-achental.at
Bierig und leicht hopfig: Das erste Achensee-Bier
Am Achensee braut sich was zusammen. Seit Dezember 2010 wird in der Pertisauer Privatbrauerei aus reinstem Karwendelwasser, Hopfen, Weizen- und Gerstenmalz das erste Achensee-Bier gebraut. Natürtrübes Helles, prickelnd-fruchtiges Weißbier sowie Saisonbiere zählen zum Sortiment. Und wer mehr über die Geschichte der Brauerei und das Bier-Brauen an sich erfahren möchte, kommt bei exklusiven Führungen durch die urig gelegene Genusswerkstatt des jungen Brauerduos voll auf seine Kosten – natürlich inklusive Verkostung von flüssigen und festen Schmankerln. Ausgeschenkt wird das Achensee-Bier nur in Pertisau, und zwar im Langlaufstüberl und im dazugehörigen Hotel Karlwirt. Besonderer Tipp: Hier gibt es übrigens auch leckere Biergerichte, die auf den Geschmack des neuen Bieres abgestimmt wurden. www.achenseebier.at
Auch Karotten können es in sich haben: Einführung ins „kleine Schnaps-ABC“
Wie wär’s zur Abwechslung mal mit hochprozentiger Karotte, Banane oder Blutorange? Die Edelbrennerei Franz Kostenzer in Maurach hat rund 80 Edelbrände, Schnäpse und Liköre zur Auswahl. Der experimentierfreudige Familienbetrieb, der bereits hohe Auszeichnungen für seine gehaltvollen Produkte gewonnen hat, öffnet seine Pforten zu den üblichen Geschäftszeiten. Nach Voranmeldung können Besucher außerdem an einstündigen Führungen mit Brennerei-besichtigung, Verköstigung und Einführung ins „kleine Schnaps-ABC“ teilnehmen. Besonders stolz ist Franz Kostenzer auch auf seinen Whisky, der zu den ersten gehört, die in Österreich über-haupt hergestellt wurden. Übrigens: In Jim Murray’s Whiskey Bible liegen die Produkte von Franz Kostenzer und seinem Team im internationalen Vergleich ganz weit vorne. www.schnaps-achensee.at
El Dorado für Mountainbiker: 250 Kilometer durchs Herz der Alpen
Die Achensee Region gehört zu den schönsten Mountainbike-Gebieten der Alpen. Auf mehr als 250 Kilometern haben Gäste die Wahl zwischen sanften Strecken und echten Wadenbeißern. Besonderes Highlight ist die Karwendel-Rundtour, auf der Biker neben herrlichen Ausblicken Abgeschiedenheit und Natur pur genießen können. Detaillierte Infos zu einzelnen Etappen und Routen rund ums Tiroler Meer inklusive Streckenprofilen gibt’s unter www.maps.achensee.info. Wer aufs Kartenstudium unterwegs verzichten möchte, kann sich hier die GPS Daten seiner Lieblingstour herunterladen. Besonderer Tipp für grenzüberschreitenden Radelspaß: die Via Bavarica Tyrolensis, die von der bayerischen Landeshauptstadt München über den Achensee bis ins Tiroler Inntal führt. Auf 225 Kilometern durch idyllische Landstriche gibt’s neben zahlreichen Naturschönheiten auch jede Menge kultureller Highlights. www.via-bavarica-tyrolensis.com
Übrigens: Rennrad-Cracks stellen beim Achensee-Radmarathon am 6. Mai ihr Können unter Beweis. Die berühmte Karwendelrundfahrt findet 2012 zum ersten Mal wieder am Achensee statt. 166 Kilometer und 1470 Höhenmeter legen die Teilnehmer auf ihrer Tour vom Achensee über Innsbruck, Leutasch und Mittenwald bis zum Zielort Achenkirch zurück. www.achensee-radmarathon.at
Unterwegs im Rofan-Kletterparadies: Vom verbohrten Typ zur Schokoladentafel
Das Kletterparadies im Rofangebirge gilt als Geheimtipp. Hier locken Routen, auf denen man noch mit dem Berg alleine ist. Und die trotz Namen wie Schokoladentafel, Himmelsleiter, verbohrter Typ, Hokus Pokus oder schwarze Witwe zum Teil nicht ohne sind. Aber auch Kinder und Einsteiger finden hier ihre Lieblingsfelsen. Im letzten Jahr wurden vorhandene Kletterrouten aufwändig saniert und neue Pfade ausgewiesen. Detaillierte Infos über die zahlreichen Klettermöglichkeiten im Rofangebirge wie auch im Karwendelgebirge, wo zum Beispiel das Gebiet rund ums Lamsenjoch Geübte mit bis zu 400 Meter hohen Wänden lockt, enthält eine ausführliche Broschüre, die’s kostenlos beim Tourismusverband Achensee gibt.
Der Achensee 5-Gipfel-Klettersteig führt zu den umliegenden Gipfeln von Haidachstellwand, Rosskopf, Seekarlspitze, Spieljoch und Hochiss. Mit einer Länge von zwei Kilometern zählt er zu den längsten Klettersteigen im Alpenraum. Die Unterteilung in fünf Sektionen und fünf Schwierigkeitsstufen ermöglicht Kletternovizen und Anfängern den Klettersteig in Teiletappen zu absolvieren. Trainierte Kletterfreunde schaffen den Steig auch an einem Tag.
Der neue Trend am Achensee: Stand Up Paddleboarding (SUP)
Australier, Neuseeländer und US-Amerikaner sind schon länger Fans des neuen Trendsports, bei dem man auf speziellen, Windsurf-Boards ähnlichen Brettern im Stehen über das Wasser paddelt.
Wer sich die Südsee in die Tiroler Bergwelt holen möchte, kann den neuen Funsport am Achensee erlernen. Egal ob jung oder alt, Stand Up Paddleboarding (SUP) ist für jeden geeignet, der Spaß an Bewegung hat und zudem ganz einfach zu erlernen. Ambitionierte Sportler absolvieren bei zügigen Paddel-Manövern ein intensives Ganzkörper-Workout, während Genusspaddler mit viel Muße über den See gleiten und dabei das grandiose Alpenpanorama unterhalb von Rofan und Karwendel genießen. Schnupperkurse werden regelmäßig angeboten, nähere Informationen unter www.learn2kite.at
Erlebnisreise von Baum zu Baum: Der neue Abenteuerpark
Über schaukelnde Brücken, schwankende Netze, schwingende Baumstämme und abenteuerliche Hindernisse führt die Erlebnisreise von Baum zu Baum Abenteuerpark Achensee in Achenkirch. Auf Augenhöhe mit Eichhörnchen erfahren Besucher den Wald aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel und erleben dabei ein spektakuläres Abenteuer in der Natur. Die Parcours des Waldseilgartens bieten von zwei bis fünfzehn Meter Bodenhöhe spannende Herausforderungen und garantieren puren Kletterspaß für jedermann. Anschließend geht’s in rasanter Fahrt mit der Seilrutsche zurück auf den Boden, wo sich die Allerkleinsten auf dem aufregenden Abenteuerspielplatz vergnügen. Wer lieber gleich festen Boden unter den Füßen behält, nimmt einfach am vielseitigen Abenteuerprogramm teil, bei dem es nicht minder ereignisreich zugeht. www.abenteuer-achensee.at
Alpenpark Karwendel: Mit dem Ranger unterwegs
Am Westufer des Achensees beginnt der Alpenpark Karwendel, das größte zusammenhängende Schutzgebiet der Nördlichen Kalkalpen, das sich mit über insgesamt 920 Quadratkilometern bis nach Bayern erstreckt. Die ersten Bestimmungen zum Schutz dieser in Europa einzigartigen alpinen Urlandschaft wurden bereits 1928 erlassen. Wanderer können hier stundenlang mit Gams und Steinbock durch unberührte Täler streifen, Murmeltiere, Hirsche und Hasen beobachten, während Greifvögel wie Bussarde durch die Lüfte segeln. Im Alpenpark Karwendel haben Urlauber Gelegenheit, jenseits ausgetretener Pfade die Einsamkeit der Bergwelt auf sich wirken zu lassen. Einen ganz besonderen Einblick in die Vielfalt des Karwendelgebirges geben Naturpark-Ranger bei Natur-Exklusiv-Wanderungen. Zu ausgewählten Terminen im Juni, Juli und September lernen Gäste bei einem 3.5-stündigem Naturspaziergang mehr über die komplexe Entstehung des Karwendels sowie das Lesen von Tierspuren und machen sich mit Spektiv und Fernglas auf die Suche nach Gämsen. Die Rangerwanderung kostet mit AchenseeCard 12 Euro pro Person, ohne AchenseeCard 15 Euro.
Abenteuer Alm: Wo Kinder die Zeit vergessen
Für die einen ist sie Ausgangspunkt herrlicher Wanderungen und Bergtouren, für die anderen ist sie das Ziel – die Gramaialm, die sieben Kilometer von Pertisau entfernt auf 1263 Metern im Naturpark Karwendel liegt. Im liebevoll angelegten Almgarten mit Wasser-Erlebnispark, Kneipp- und Barfußweg, Streichelzoo, Indianerzelt, Spielplatz und Trampolin vergessen nicht nur Kinder die Zeit. Die Tradition, von der die mehr als 400 Jahre alte „Kas- und Speckalm“ auf dem Gelände zeugt, ist auch heute noch lebendig – in den Sommermonaten werden auf der Alm bis zu 100 Stück Vieh versorgt. Neben urigen Festen gehört der Almabtrieb am Freitag, 21. September zu den Höhepunkten. www.gramaialm.at
Ein Paradies für Kinder mit großzügigem Spielplatz ist auch die Gaisalm am Westufer des Achensees. Man erreicht die Alm von Achenkirch oder von Pertisau aus über schmale Steige, die direkt am Fels entlang führen. Oder man nimmt den Dampfer. Die Gaisalm ist die einzige Alm, die nur zu Fuß oder auf dem Wasserweg erreichbar ist. Sollten die Minis gar nicht genug bekommen, lohnt sich ein Abstecher zur Gernalm. Hier erwartet die kleinen Abenteurer neben einem Streichelzoo und Wildgehege ein neu angelegter Spielplatz mit Spielhäusern, Kletterburg, Trampolin und Slackline-Parcours. www.gernalm.at
Die große Auswahl: 500 Kilometer markierte Wanderwege
Mehr als 500 Kilometer markierte Wanderwege erschließen die Landschaft rund um den Achensee. Je nach Lust und Laune können die Gäste die Natur bei entspannten Spaziergängen im flachen Tal genießen oder zum Gipfelsturm aufbrechen. Das 2457 Meter hohe Sonnjoch im Karwendelgebirge ist der höchste Berg am „Tiroler Meer“, von dem aus man eine unvergleichliche Aussicht genießt. Doch nicht überall muss das Bergerlebnis mit Schweiß bezahlt werden: Die Rofanseilbahn in Maurach und die Karwendel-Bergbahn in Pertisau ermöglichen den bequemen Aufstieg. Von den Bergstationen aus erreicht man in ein bis zwei Stunden wunderschöne Hütten und Almen. Den ganzen Sommer über bis Ende Oktober können Achensee-Urlauber übrigens kostenlos an geführten Wanderungen teilnehmen. Anspruchsvolle Strecken sind ebenso im Programm wie Einsteigertouren.
13. Internationaler Achenseelauf: Österreichs schönste Panoramastrecke
Beim 13. Internationalen Achenseelauf am 1. und 2. September 2012, können ambitionierte Gäste wieder gemeinsam mit Spitzen-Athleten um die Wette laufen. Zum Massenstart auf Österreichs schönstem Panorama-Trail werden 2500 Teilnehmer erwartet, darunter zahlreiche internationale Stars der Szene. Los geht’s um 10 Uhr auf dem Parkplatz der Karwendel-Bergbahn in Pertisau. Die Besten schaffen die 23,2 Kilometer lange, anspruchsvolle Crosslaufstrecke übrigens in einer Stunde und 15 bis 20 Minuten. Besonders spannend werden dürfte auch der Staffellauf für zwei Läufer, die wahlweise über 14 und 9,2 Kilometern um Bestzeiten kämpfen.
Bereits am Samstag, 1. September, finden der Fitnesslauf über 10 Kilometer und der Kinderlauf über 0,5 bis 3,2 Kilometer statt. Start ist um 17.30 bzw. 16.30 Uhr beim Fischergut in Pertisau, wo man sich ab 19 Uhr zu Preisverteilung trifft. www.laufen.achensee.info und www.achenseelauf.at.
Nichts für müde Männer: Die zwölfte 24-Stunden-Wanderung am Achensee
Die eine oder andere Rast gibt’s schon zwischendurch, allerdings keinesfalls Schlaf. Wer bei der zwölften 24-Stunden-Wanderung mit dem Motto „Zum Allerheiligsten im Rofangebirge“ vom 30. Juni bis 1. Juli 2012 am Achensee dabei sein möchte, muss fit sein. Start ist um 7 Uhr früh beim Christlumparkplatz beim Hotel Achentalerhof in Achenkirch.
Über den Steig zur Köglalm, die Schönjochalm und die Schmalzklausen Jagdhütte geht’s zum Ampmoos-Boden und über den Zireiner See zum Sonnwendjochhaus und ganz hinauf zum Roßkogel auf 1.940 Metern Höhe. Anschließend führt die Tour über Anderl’s Almhütte, die Enteralm und den Durrahof zurück ins Tal bis zur Festhalle in Steinberg. Bei perfekten Wetterbedingungen verläuft der Rückweg über den Gfaßkopfweg zur Schönjochalm und den Forstweg der Köglalm zurück zum Ausgangspunkt in Achenkirch. www.24-stunden-wanderung.at
Klassiker für Weitwanderer: Der Karwendelmarsch
Seit 2009 ist er wieder da: Der legendäre Karwendelmarsch, der Langstreckenwanderern, Nordic Walkern und Läufern ein ganz besonderes Natur- und Sporterlebnis bietet. Am 25. August um 6 Uhr treffen sich die Teilnehmer, die wahlweise 35 (nur für Wanderer und Nordic Walker möglich) oder 52 Kilometer in ihrer Fortbewegungsart zurücklegen, am Startpunkt in Scharnitz. Von hier geht es über Larchetalm, Karwendelhaus, Ladizalm, Falkenhütte, Eng und Binsalm, Gramai-Hochleger und Gramaialm bis hinunter nach Pertisau am Achensee. Neben der sportlichen Herausforderung stehen dabei der Schutzcharakter des Karwendel-Gebietes sowie die Gesundheit von Mensch und Natur im Vordergrund. An den Labstationen werden den Teilnehmern reine Bio-Produkte zur Stärkung gereicht und nach getaner Arbeit erhalten die fleißigen Läufer wohltuende Steinölprodukte zur Regenerierung der müden Füße. www.karwendelmarsch.info
Der Achensee ruft zur Piratenschlacht: Die 4. Achensee Attack
Am 4. August verwandelt sich der Achensee erneut in ein aufregendes Piratenschlachtfeld. Tatort: die umkämpfte Bucht beim Badestrand Buchau. Ab 13 Uhr wird bei der dritten „Achensee Attack – Battle of Pirates“ um die Herrschaft auf der mächtigen „Black Benedikt“ gekämpft. Captain Jack Lago ist auf der Suche nach einer neuen Crew für sein berüchtigtes Piratenschiff. Er kann nur in See stechen, wenn er ein Team von fünf bis sechs fähigen Begleitern findet. Daher der Appell an alle Einheimischen und Urlauber, sich zu Gruppen der gesuchten Größe zusammen-zuschließen und im Wettkampf gegeneinander anzutreten. Je zwei Clans messen im Ausschluss-verfahren gegeneinander ihre Kräfte, bis die neuen Herrscher des Schiffes feststehen. Auch Einfallsreichtum wird belohnt. Neben der besten Piratencrew wird das Team mit dem kreativsten Outfit prämiert. Anschließend stärken sich Sieger, Mitstreiter und Zuschauer beim großen Piraten-Grillfest am See. Übrigens: Ein großes Kinderspielefest mit Dschungel Luftrutsche, Spider Wall, Bungeey Run, Fußball Hupfburg, XXL Kriechtunnel, Kampf der Gladiatoren und vielen Attraktionen mehr, findet direkt ab 12.00 Uhr beim Piratenfest statt. www.achensee-attack.at
Kulturhighlight: Opernstars von morgen gastieren am Achensee
Talentierte Nachwuchskünstler aus den USA und aus Europa treffen sich vom 12. Juli bis zum 3. August 2012 zum siebten Sommer-Intensivtraining, zu dem das Tiroler Opern Programm „TOP Opera“ die Stars von morgen an den Achensee einlädt.
Gäste kommen nicht nur in den Genuss vieler hochkarätiger Konzerte, sie können darüber hinaus selbst bei Profis in die Schule gehen. Neben Schauspielunterricht und intensivem Gesangs-training bei renommierten Experten, steht für Nachwuchstalente auch Jodeln, Bühnenenglisch sowie Tanz und Bewegung auf dem Programm. www.topopera.com
In voller Pracht: Almabtriebe am Achensee
Bunt geschmückt und blank geputzt – so präsentieren sich seit jeher die Stars der Almabtriebe, wenn sie sich nach einem Sommer voller frischer Bergkräuter auf den Marsch zurück in den Heimatstall bewegen. Wer die Tradition des festlichen Almabtriebs hautnah miterleben möchte, hat am Achensee gleich mehrfach Gelegenheit dazu: Am 21. September kehren die Kühe von der Gramaialm aus den Karwendeltälern nach Pertisau zurück während am 22. September ganz Wiesing die Rückkehr der Almbewohner mit einem großem Herbstfest feiert.
Tourismus mit Tradition: Seit 500 Jahren im Geschäft
Sie kamen vor allem zum Jagen und Fischen – die österreichischen Landesfürsten, Kaiser und Könige, die den Achensee vor rund 500 Jahren für sich entdeckten. Im 19. Jahrhundert, als die Sommerfrische auch unter wohlhabenden Bürgern in Mode kam, setzte die touristische Entwicklung der Region ein. Bereits seit 1887 können Urlauber mit dem Dampfer über den Achensee schippern, zwei Jahre später wurde die Achensee-Bahn in Betrieb genommen, die als älteste Dampf-Zahnradbahn Europas wie einst auf der sieben Kilometer langen Strecke von Jenbach im Inntal hinauf zum Achensee verkehrt. Heute garantiert sie den Gästen ein nostalgisches Erlebnis – und das ohne Wartezeiten, denn die Fahrpläne von Bahn und Dampfer sind aufeinander abgestimmt. Mit dem Bau der Rofanseilbahn und der Karwendel-Bergbahn Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde die Bergwelt auch für entspannte Wanderer erschlossen. Beispiel dafür, dass man am Achensee nach wie vor mit der Zeit geht, ist Mountainbiken mit GPS-Unterstützung, wodurch das Kartenstudium überflüssig wird.