Recherchemöglichkeiten vor Ort – Themenüberblick Berchtesgadener Land Winter 2009/2010 Presseinfos

Thema
Beschreibung

Urlaub mit Tradition – in einem der „schönsten Fleckerln auf der Erde“

Hochalpine Gebirgslandschaften, urwüchsige Täler und wilde Natur, malerische Dörfer, tief verwurzeltes Brauchtum und Kultur von Weltrang: Das Berchtesgadener Land, das schon für Alexander von Humboldt zu den „schönsten Fleckerln auf der Erde“ gehörte, besticht durch Einzigartigkeit und Vielfalt. Während der Rupertiwinkel im Norden mit seinen sanften Hügeln und zugefrorenen Seen als Familienparadies gilt, haben sich Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain als Gesundheits- und Erholungsoasen einen Namen gemacht. Im Süden des Berchtesgadener Landes warten mit Kehlstein und Königssee weltberühmte Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten. Der Nationalpark, aus dem der 2713 Meter hohe Watzmann steil aufragt, führt auf beschaulichen Winterwanderwegen in die Einsamkeit und lässt gleichzeitig die Herzen erfahrener Alpinisten höher schlagen.

Wo Weltmeister geboren werden: Die Kaderschmiede des Wintersports

Wer von einer Wintersport-Karriere träumt, ist irgendwann in Berchtesgaden. Seit gut 40 Jahren bildet die Christophorus-Schule hier die Weltmeister von morgen aus. Auch in der vergangenen Wintersaison schafften es wieder etliche Ehemalige aufs Siegertreppchen – darunter Kathrin Hölzl (Weltmeisterin Riesenslalom), Maria Riesch (Weltmeisterin Slalom), Felix Loch (Rodel-Weltmeister Einzel und Staffel), Amelie Kober (Gesamt-Weltcup-Siegerin Snowboard), Julian v. Schleinitz, (Juniorenweltmeister Rennrodeln) und Evi Sachenbacher (Vizeweltmeisterin Langlauf-Staffel).
Zu den bekanntesten Absolventen der höchstgelegenen Schule Deutschlands, die sich in 1200 Metern an den Berg schmiegt, gehört Georg Hackl, der weltweit erfolgreichste Rennrodler, der heute zum Trainerstab der Deutschen Rodel-Nationalmannschaft gehört.

Adrenalin pur oder
der heiße Ritt durch den Eiskanal

Das Vergnügen ist kurz, aber dafür umso intensiver: Wer sich ins Rennbob-Taxi am Königssee setzt, saust mit bis zu 130 Stundenkilometern durch den Eiskanal. Sekunden nach dem Start beziehungs-weise 1240 Meter später ist das Ziel erreicht. Während beim Rennbob-Taxi ein erfahrener Pilot am Steuer sitzt, muss man die Idealstrecke beim Gästerodeln selbst finden. Am 20., 25., 26. und 28. Dezember können sich Urlauber für neun Euro (mit Gästekarte 7 Euro) Rennschlitten und Helm ausleihen – und anschließend mit bis zu 50 Stundenkilometern durch den Eiskanal gleiten.

Übrigens: Wer beim Bob- und Skeleton-Weltcup vom 8. bis 10. Januar dabei sein möchte, kann günstige Fan-Pauschalen nutzen. Zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück und Weltcup Eintrittskarten gibt’s schon ab 69 Euro pro Person.

Klein und fein: Die Skigebiete
des Berchtesgadener Landes

Kathrin Hölzl kennt den Götschen wie ihre Westentasche. Hier probte die Riesenslalom-Weltmeisterin mit ihrem Vater schon im Alter von drei Jahren die ersten Schwünge. Das Bischofswiesener Skigebiet ist nicht nur Regionalzentrum im Olympiastützpunkt Berchtesgaden und somit Austragungsort zahlreicher Ski- und Snowboardwettbewerbe, sondern darüber hinaus ein vielseitiges Familienskigebiet. Als Berg für Könner dagegen gilt der Jenner am Königssee mit seinen anspruchsvollen Abfahrten und Tiefschneehängen. Hier garantiert eine neue Beschneiungsanlage Schneesicherheit bis ins Tal. Für gepflegte Pisten ebenso bekannt wie für herrliche Ausblicke ist das Hochschwarzeck/Ramsau. Rossfeld/Zinken und das Skigebiet Gutshof am Obersalzberg sind vor allem bei Familien und Skineulingen beliebt. Insgesamt haben Gäste die Auswahl zwischen 27 Abfahrten bis in eine Höhe von 1800 Metern, darunter schwierige Hänge ebenso wie sanfte Babyhügel.

Der 1. Skitourenpark
Europas und Traumrouten
durch den Nationalpark

Im ersten Skitourenpark Europas können Einsteiger das kleine 1 x 1 des Skibergsteigens lernen. Dreimal wöchentlich führen Profis auf einem Rundparcours am Obersalzberg in Theorie und Praxis ein. An acht Stationen lernen Neulinge, wie man die Felle richtig aufzieht, was beim Aufstieg und beim Richtungswechsel in steilem Gelände zu beachten ist und wie sie sicher wieder durch den Tiefschnee ins Tal abfahren. Breiten Raum nimmt das Thema Sicherheit ein: Die Interpretation des Lawinenlageberichts wird ebenso geübt wie der Umgang mit dem Lawinenpiepser und die Suche beziehungsweise Bergung von Verschütteten.
Wer seine ersten Touren auf eigene Faust plant, findet im Berchtesgadener Land hervorragende Einsteiger-Routen, auf denen man neben oder auf der Piste wieder abfahren kann, wenn man sich im Tiefschnee noch nicht wirklich sicher fühlt. Erfahrene Skibergsteiger schwärmen vom Nationalpark Berchtesgaden, der zu den herausragendsten Tourenskigebieten des gesamten Alpenraums gehört. Absolute Top-Tour ist die Große Reibn (große Runde): Sportlich Ambitionierte durchstreifen die einsame Bergwelt zwei bis drei Tage lang, legen dabei 40 Kilometer zurück und bewältigen 3300 Höhenmeter.

Zum Zauberwald und weiter:
Märchenhafte Winterwanderungen

Wer die tief verschneite Landschaft zu Fuß durchstreifen möchte, hat rund 200 Kilometer geräumter Winterwanderwege zur Auswahl. Zu den romantischsten Routen gehört die Tour durch den Zauberwald zum Hintersee. Entlang der Ramsauer Ache schlängelt sich der Weg vorbei an den Gletscherquellen zur Marxenklamm, wo das Wasser über Jahrtausende eine tiefe Schlucht in den Fels geschliffen hat und der Zauberwald beginnt. Der Gebirgsbach überzieht die Felsen mit Eis und lässt eine Märchenlandschaft mit bizarren Gebilden entstehen. Die zehn Kilometer lange Tour dauert etwa zwei bis drei Stunden, unterwegs gibt’s zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Besonders idyllisch ist auch die Wanderung rund um den Abtsdorfer See: Anderthalb Stunden lang genießt man hier immer wieder neue Ausblicke auf die Berchtesgadener und die Chiemgauer Alpen, die sich am Horizont auftürmen.

Loipenspaß bis in die Nacht:
Tipps für Langläufer

Die schneesichersten der 100 Loipenkilometer des Berchtesgadener Landes ziehen sich durch das Hochplateau Scharitzkehl, wo Gäste ohne nennenswerte Steigungen sanft dahin gleiten. Wer sportliche Herausforderungen sucht und nicht nur klassisch, sondern gern auch im Skating-Stil unterwegs ist, kann in der „Gmoa Arena“ an seine Grenzen gehen. Ebenso im Langlaufzentrum Aschauerweiher, wo Ambitionierte auch bei Dunkelheit noch ihre Runden drehen. Täglich zwischen 17 und 20 Uhr ist die Flutlichtanlage im Stadion in Betrieb. Die besten Aussichten auf die herrliche Gipfelwelt der Berchtesgadener Alpen versprechen die Touren durch den Rupertiwinkel.

Die schönsten
Naturrodelbahnen
im Berchtesgadener Land

Es gibt kaum einen Ort, an dem Rodeln populärer ist als im Berchtesgadener Land. Während Spitzensportler im Eiskanal um Hundertstel Sekunden kämpfen, zieht es Genussrodler auf die umliegenden Berge. Die längste unter den insgesamt zwölf Naturrodelbahnen schlängelt sich über 6,3 Kilometer von der Kührointalm zu Tal. Im Angesicht des Watzmann wandert man zunächst gut anderthalb Stunden zum Startpunkt – und stärkt sich am besten mit selbst mitgebrachten Tee und Schokolade, bevor die rasante Schlittenpartie beginnt. Eher für Geübte zu empfehlen ist das Rodelabenteuer am Hirscheck, denn die 3,3 Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 360 Metern hat es wirklich in sich. Oben gibt’s beim Hirschkaser eine willkommene Einkehrmöglichkeit. Wer möchte, spart sich den Aufstieg und nimmt die Sesselbahn. Entspanntes Rodeln auch mit kleinen Kindern ist unter anderem am Hintersee möglich. Oder wie wär’s zur Abwechslung mal mit einem Rodel-Wettbewerb? Der Gasthof Vorderbrand in Schönau am Königssee hat seine Hausstrecke mit Lichtschranke und exakter Zeitmessung ausgerüstet. Wer es urig mag, kann sich vor Ort traditionelle Hornschlitten ausleihen.

Bei Adlern und Hirschen
im Nationalpark Berchtesgaden

Zwölf Steinadler-Pärchen sind hier zuhause, dutzende Hirsche und Rehe und jede Menge Murmeltiere teilen sich das 210 Quadratkilometer große Revier im Angesicht des 2713 Meter hohen Watzmann: Im Nationalpark Berchtesgaden, dem einzigen in den deutschen Alpen, entwickeln sich Flora und Fauna seit 1978 wieder ungestört. Auch während der Wintermonate können Gäste an der Seite eines erfahrenen Rangers durch den Nationalpark streifen. Oder wie wär’s zur Abwechslung mal mit einer romantischen Pferdeschlittenfahrt zur Wildfütterung? Nähere Auskünfte gibt’s im Nationalpark-Haus und fünf weiteren Informationsstellen. www.nationalpark-berchtesgaden.de

Unerreichbar kalt: Der Funtensee im Nationalpark Berchtesgaden

Wer wirklich hin will, muss seinen Skiern schon die Felle über die Ohren ziehen oder es mit Schneeschuhen versuchen. Anders ist der Funtensee, der auf 1638 Metern im Nationalpark Berchtesgaden liegt, im Winter nicht zu erreichen. Seit Wetterfrosch Kachelmann hier Weihnachten 2001 minus 45,9 Grad Celsius maß, ist der Funtensee als kältester Ort Deutschlands bekannt. Grund für Rekordwerte auf der Minusskala ist die geologische Mulde, in der er liegt: Kalte Luft ist schwerer als warme, fließt hangabwärts und konzentriert sich in der Mulde – aber auch nur dann, wenn es geschneit hat und die kühle Luft über die glatte Schneedecke in die Senke gleiten kann. Im Sommer dagegen erreicht der Funtensee Wassertemperaturen von bis zu 18 Grad Celsius und bietet erhitzten Bergwanderern eine willkommene Abkühlung.

Auf den Spuren des Salzes
durchs Berchtesgadener Land

Das „weiße Gold“ gehört zum Berchtesgadener Land wie der Watzmann. Schon vor mehr als 4000 Jahren wurden die Solequellen Bad Reichenhalls zur Salzgewinnung genutzt. Durch seine Monopolstellung hatte es Bad Reichenhall im 12. Jahrhundert als „Dubai des Mittelalters“ zu ungeahntem Reichtum gebracht – bis der Salzburger Erzbischof die Stadt in Schutt und Asche legte. Während das Salz in Bad Reichenhall seit jeher aus den Solequellen gewonnen wird, begann man in Berchtesgaden im 16. Jahrhundert mit dem Abbau des Steinsalzes. Die Karriere des Salzes vom Konservierungs- zum Heilmittel wurde enorm durch König Max II. beschleunigt, der 1848 zur Kur in Bad Reichenhall weilte und den Ort für den Adel salonfähig machte. Er leitete den Aufstieg zum Bayerischen Staatsbad ein. Auch heute leben hier nur rund 18.000 Einwohner, doch mit seinen renommierten Kureinrichtungen, dem Königlichen Kurpark, dem Spielkasino und dem Philhar¬monischen Orchester versprüht Bad Reichenhall urbanes Flair inmitten der intakten Natur der Alpen.
Salzige Highlights: Ein Gang durchs unterirdische Stollennetz der Alten Saline (www.alte-saline-bad-reichenhall.de), die SalzZeitReise im Erlebnisbergwerk Berchtesgaden (www.salzzeitreise.de), die Einfahrt in den einzigen Salzheilstollen Europas (www.salzheilstollen.com), Wellness in der RupertusTherme (www.rupertustherme.de) und in der Watzmann Therme (www.watzmanntherme.de).

Wo die einzigen alpinen
Perlen Deutschlands glänzen

Es gibt gut 20 „Alpine Pearls“ im europäischen Alpenraum – aber nur zwei in Deutschland. Berchtesgaden und Bad Reichenhall sind die einzigen Orte, die sich den strengen Kriterien der Marketing-Gemeinschaft verpflichtet haben, die für höchste Qualität im Tourismus steht, für sanfte Mobilität, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wer im Berchtesgadener Land Urlaub macht, kann sein Auto getrost zu Hause lassen. Denn für An- und Abreise leisten Berchtesgaden und Bad Reichenhall ebenso wie für den Aufenthalt vor Ort eine umweltfreundliche Mobilitätsgarantie. Gäste können die mit Erdgas betriebenen Busse in Bad Reichenhall ebenso kostenlos nutzen wie den Personennahverkehr in Berchtesgaden, mit dem sie sogar zu Top-Ausflugszielen wie etwa dem Obersalzberg gelangen. Zudem gibt’s im Sommer den Rundwanderbus und den Alm-Erlebnisbus, der verschiedene Stationen im Nationalpark anfährt.

Klassik mit Großstadt-Niveau:
Die Bad Reichenhaller Philharmonie

Ganz einfach: Die feine Kur-Gesellschaft wollte klassisch unterhalten sein. Daher wurde schon vor 140 Jahren die Bad Reichenhaller Philharmonie gegründet, die nach wie vor für Musikgenuss auf großstädtischem Niveau in der 18.000 Einwohner zählenden Alpengemeinde bürgt. Zu den Höhepunkten im Winter zählen die Weihnachtskonzerte, die – mal romantisch, mal venezianisch, mal alpenländisch – im Königlichen Kurhaus gegeben werden, und die Silvesterkonzerte im Theater Bad Reichenhall. Im Sommer werden bei Konzertreihen wie den Kurpark-Classics 40.000 Besucher gezählt, zum Open Air am Thumsee, das traditionell mit einem großen Feuerwerk endet, pilgern rund 15.000 Besucher.

Besuch bei Böllermacher
Franz Pfnür in Berchtesgaden

In keinem anderen Ort Deutschlands ist es so stark ausgeprägt wie im Berchtesgadener Land – das so genannte Lärmbrauchtum, das das ganze Jahr über gepflegt wird. Ob es sich ums Goaßlschnalzen handelt, das kunstvolle Peitschenknallen, das hier schon Grundschulkinder trainieren, um bei öffentlichen Anlässen im Takt zu sein. Oder ums Böllerschießen, das nicht nur bei Hochzeiten beliebt ist. Der einzige Böllermacher Europas, der von den Holzschäften bis zu den Metallteilen noch alles selbst fertigt, heißt Franz Pfnür. Seine Werkstatt liegt idyllisch unterhalb der berühmten Wallfahrtskirche Maria Gern mit der Mondsichelmadonna, die sich im Laufe des Kirchenjahres in 24 verschiedenen Festgewändern präsentiert. Hier arbeitet Franz Pfnür gemeinsam mit seinem Sohn und sorgt dafür, dass im Berchtesgadener Land immer genügend Böller (schwere Handvorlader mit geringem Rückschlag) zum Salut-Schießen vorhanden sind. Nach Voranmeldung steht der Böller-macher gern zum Interview bereit – und erzählt mehr über sein seltenes Handwerk. www.boeller-pfnuer.de

Handwerk mit Tradition: Alte
Spanschachteln und nackte Frauen

Es galt über Jahrhunderte als „Nothandwerk“ – das Berchtesgadener Holzhandwerk, mit dem sich die Bauern einst ein Zubrot verdienten und das heute zu den unverwechselbaren Traditionen des Berchtesgadener Landes zählt. Kinder in ganz Europa spielten mit dem liebevoll gearbeiteten und bemalten Rasseln, Arschpfeifenrösserln und Hühnersteigen, der so genannten "Berchtesgadener War". Heute schmückt sie zur Weihnachtszeit den Berchtesgadener Christbaum. Holzspielzeug in allen Variationen fertigt etwa Franz Aschauer, in dessen Werkstatt besonders die riesige Auswahl an Kreiseln fasziniert. Besonders bekannt sind auch die Spanschachteln, wie sie Zunftmeister Sepp Hölzl nach altem Vorbild aus Fichtenholz herstellt. Aufs Bemalen solcher Schachteln hat sich Monika Baumgartner spezialisiert. Wer in ihrer Werkstatt einkauft, zahlt je nach Arbeitsaufwand sechs bis 700 Euro für eine original Berchtesgadener Spanschachtel. Während sich Monika Baumgartner bei der Motivwahl gern ans Überlieferte hält, geht die junge Generation in der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei zwischendurch gern eigene Wege. Da können beim Schnitzen auch mal nackte Frauen herauskommen statt klassischer Krippenfiguren. Denn spätestens seit industriell gefertigte Billigprodukte den Markt überschwemmen, ist beim Schnitzen Phantasie gefragt.

Der Fischer vom Königssee
und seine Spezialität

Er heißt Thomas Amort, ist 42 Jahre alt und hat das Ruder fest in der Hand: Seit drei Generationen übt seine Familie exklusiv das Fischereirecht am Königssee aus. Besonders stolz sind Amorts auf ihre Schwarzreiter – kleine Seesaiblinge, die keine 20 Zentimeter lang werden und die es nur im Königssee gibt. In der alten Fischerstube auf St. Bartholomä werden sie zwischen 24. August und Weihnachten nach alter Tradition in Buchenholz geräuchert und vor Ort verkauft. Ein Genuss, den schon die Wittelsbacher zu schätzen wussten. Sie ließen sich einst diese Spezialität für Staatsbanketts vom Königssee kommen.
Neben Saiblingen ziehen Amorts auch Forellen, Hechte und Barsche aus Deutschlands sauberstem See. Eine 1,27 Meter lange und 55 Pfund schwere Forelle ging 1967 ins Netz. Heute hängt sie wohl präpariert in der Wirtsstube auf St. Bartholomä.

Gehaltvolle Tradition:
Deutschlands älteste Enzianbrennerei

Schon seit 1602 wird der berühmte Grassl-Gebirgsenzian in Berchtesgaden gebrannt. Inzwischen hat die Familie jedoch das Sortiment erweitert – um rund 30 verschiedene Kräuter- und Fruchtliköre. Wer kosten möchte, ist jederzeit willkommen. Besonders interessant sind auch die Führungen, bei denen die Gäste Einblicke in die jahrhundertealte Brenntradition bekommen. Das Brennhüttenmuseum ist in einem alten Almkaser untergebracht, in dem nicht nur Schnaps, sondern auch Berchtesgadener Spezialitäten wie etwa Kallbrunner Almkas aufgetischt werden. www.grassl.com
Aufgrund der langen Tradition darf die Enzianbrennerei Grassl bis heute auch im Gebiet des Nationalparks nach Enzianwurzeln graben, die im Sommer in den Brennhütten, unter anderem am Priesberg, Funtensee oder auf der Wasseralm, gleich destilliert werden.

Der erste Alphornbauer Deutschlands
und sein Guinness-Erfolg

Es war einmal ein Schreiner, der am oberbayerischen Alphornbläsertreffen teilnehmen wollte. Weil er kein Instrument hatte, baute er sich selbst eins, aber nicht irgendeins. Alois Biermaier aus Bischofswiesen schuf mit einer Länge von knapp 21 Metern seinerzeit das größte Alphorn aus einem einzigen Stück Holz und schaffte es damit 1982 ins Guinness-Buch der Rekorde. Nach diesem Erfolg spezialisierte er sich auf den Instrumentenbau – und wurde zum ersten Alphornbauer Deutschlands. Im Ausstellungsraum seiner Werkstatt können potentielle Kunden in Ruhe Hörner aller gängigen Stimmungen anblasen und Mundstücke testen, bevor sie sich für die Investition von rund 1500 Euro entscheiden. Selbstverständlich lässt sich Alois Biermaier bei seiner Arbeit auch gern einmal über die Schultern schauen. www.alphornbau-biermaier.de

Museums-Tipp:
Die Lokwelt Freilassing

Zum Streifzug durch die Historie der Lokomotiven, Abteile und Gleise lädt die „Lokwelt Freilassing“ ein. Allein das Museumsgebäude ist eine Reise wert: Der renovierte Rundlokschuppen samt Drehscheibe, dem Herz des Museums, ist über hundert Jahre alt. Drinnen gibt es auf 17 Gleisen wahre Raritäten zu sehen, darunter eine Dampflok aus dem Jahr 1874 oder eine bayerische Schnellzuglok. Im separaten Werkstattbereich können Gäste zuschauen, wie Eisenbahn-Experten die Schienen-Oldies renovieren. www.lokwelt.freilassing.de

Wo die Mozartkugeln rollen und der Watzmann auf der Zunge zergeht

Das imposante Watzmann-Massiv gibt’s auch als Praline. Unten dunkel, innen drin mit Nuss-Nougat-Füllung und oben hell, weil er mit den in weißer Schokolade angedeuteten Schneespitzen einfach netter aussieht. Das meint zumindest Wolfgang Spießberger aus Berchtesgaden, der die Watzmann-Praline erfand. Gleich als imposante Doppel-Praline, schließlich muss man dem mächtigen Watzmann ja gerecht werden. www.watzmannpraline.de
Wer das Besondere sucht, wenn’s um Süßes geht, sollte unbedingt auch einen Besuch im Café Reber einplanen: Die Torten und Kuchen sind ebenso legendär wie das traditionelle Caféhaus-Ambiente im Bad Reichenhaller Stammhaus der Reber-Familie, die seit 1840 die bekannten Mozartkugeln herstellt. Derzeit rollen rund 500.000 Stück täglich aus der Fertigung. www.reber-spezialitaeten.de

Facts in Kürze

Berchtesgadener Land

Einzigartigkeit und Vielfalt kennzeichnen das Berchtesgadener Land, das sich im südöstlichsten Zipfel Deutschlands erstreckt – vom sanft-hügeligen Rupertiwinkel bis zum Nationalpark Berchtesgaden mit dem imposanten Watzmann (2713 m). Die lange Kurtradition Bad Reichenhalls aufgrund der Salzvorkommen, das damit einhergehende kulturelle Angebot und die herausragenden Naturschönheiten machen den besonderen Reiz des Berchtesgadener Landes aus.

Verkehrsanbindung

25 km vom Flughafen Salzburg, 190 km vom Flughafen München, Bahnlinie München – Berchtesgaden, Autobahn A 8 München – Salzburg (Ausfahrt Bad Reichenhall/Berchtesgaden)

Hotellerie und Gastronomie

33.000 Gästebetten; 95 Hotels, 352 Pensionen/Gasthöfe, 9 Hotels mit Kurbetrieb, 835 Privatquartiere, 1849 Ferienwohnungen,
8 Campingplätze, 16 Sanatorien/Kurkliniken/Kliniken

Skigebiete

- Skigebiet Gutshof (Berchtesgaden, www.obersalzbergbahn.de)
- Skigebiet Roßfeld/Zinken (Berchtesgaden, www.rossfeld.info)
- Skigebiet Götschen (Bischofswiesen, www.goetschen.com)
- Skigebiet Hochschwarzeck (Ramsau, www.hochschwarzeck.info)
- Skigebiet Jenner-Königssee (Königssee, www.jennerbahn.de)

Tourengehen

1. Skitourenpark Europas, in dem Einsteiger das kleine 1 x 1 des Skibergsteigens lernen; zahlreiche Routen für Einsteiger und Traumtouren durch den Nationalpark, der zu den herausragendsten Tourenskigebieten des gesamten Alpenraums gehört

Bob/Rodeln

Eiskanal am Königssee, zwölf Naturrodelbahnen

Langlauf

100 Loipenkilometer, Langlauf unter Flutlicht im Langlaufzentrum Aschauerweiher

Winterwandern

200 Kilometer geräumte Winterwanderwege, geführte Touren mit dem Ranger durch den Nationalpark

Sonstige Outdoor-Aktivitäten

Eisstockschießen, Schlittschuhlaufen, Tandem-Gleitschirmflüge, Schneeschuhwandern, Pferde-Schlittenfahrten etc.

Musik

Bad Reichenhaller Philharmonie, echte bayerische Volksmusik

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